• IT-Karriere:
  • Services:

GSM-Abschaltung: Swisscom baut Mobilfunkantennen unterirdisch

Die Swisscom baut Mobilfunkantennen direkt in die Kabelkanäle des Festnetzes ein. Die Abschaltung des GSM-Netzes ist für den Konzern bereits ausgemachte Sache: Man brauche freie Frequenzen für den LTE-Ausbau und 5G.

Artikel veröffentlicht am ,
Swisscom-Technik
Swisscom-Technik (Bild: Swisscom)

Pro Tag werden knapp 290.000 GByte Daten über das Mobilfunknetz der Swisscom übertragen, dieses Datenvolumen verdoppelt sich alle zwölf Monate. Um die Versorgung sicherzustellen, erprobt der Betreiber speziell entwickelte Mobilfunkantennen und Mikrozellen, die in bestehende Festnetzschächte in der Straße eingebaut werden und die dort vorhandene Strom- und Internetanbindung nutzen, gab die Swisscom am 8. Oktober 2015 bekannt. Die von Swisscom entwickelte Antenne muss dabei extremen Witterungsbedingungen oder dem Gewicht eines 40-Tonnen-Lastwagens standhalten.

Stellenmarkt
  1. Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin
  2. Dataport, Rostock

"In der Stadt Bern sind im ersten Halbjahr 2015 bereits erfolgreiche Feldversuche durchgeführt worden. In einem nächsten Schritt wird der Pilot auf die Städte Basel, Lausanne und Zürich ausgeweitet. Der Pilot wird in Zusammenarbeit mit Ericsson und Kathrein realisiert. Bei erfolgreichem Testverlauf ist eine breite Einführung 2016 denkbar", erklärte das Unternehmen.

LTE Advanced mit 450 MBit/s

Swisscom setzt LTE Advanced ein, um die bestehende 4G/LTE-Technologie weiterzuentwickeln. Swisscom habe bereits 16 Städte mit LTE Advanced ausgerüstet und testet aktuell in einem Pilotversuch in der Stadt Freiburg Geschwindigkeiten von bis zu 450 MBit/s. Parallel dazu setzt Swisscom eine Kombination der beiden LTE-Standards FDD und TDD ein. Nutzen lassen sich die höheren Datenraten jedoch nur, wenn die Endgeräte Carrier-Aggregation und FDD/TDD unterstützen. Solche Smartphones werden für Ende des Jahres erwartet.

Die Swisscom AG werde voraussichtlich im Jahr 2020 ihr Netz mit der nächsten Mobilfunktechnologie 5G ergänzen.

Um genügend freie Frequenzen für den weiteren Ausbau des 4G/LTE-Netzes und die Einführung von 5G zu haben, wird Swisscom die 22 Jahre alte Technologie 2G bis Ende 2020 nicht mehr unterstützen. "Auf dem 2G-Netz läuft heute lediglich 0,5 Prozent des mobilen Datenverkehrs, die Technologie belegt aber 30 Prozent der Antennenkapazität", erklärte die Swisscom. Telefonie und SMS könnten heute bereits über die 3G- und 4G-Netze geführt werden. Die Abschaltung in fünf Jahren betrifft Privatkunden mit reinen 2G-fähigen Endgeräten sowie Geschäftskunden mit 2G-Lösungen oder 2G-basierte M2M-Anwendungen.

Der Branchenverband VATM lehnte im Jahr 2012 noch den Plan der Bundesnetzagentur ab, die GSM-Frequenzen im Bereich von 900 MHz und 1.800 MHz ab 2017 für "mobile breitbandige Internetdienste" zur Verfügung zu stellen. Das GSM-Spektrum werde noch mindestens bis 2020 für mobile Sprachdienste benötigt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

M.P. 12. Okt 2015

Die Mobilfunkbetreiber sollten gemeinsam ein möglichst flächendeckendes GSM-Netz auf...

koelnerdom 10. Okt 2015

Wie schon jemand anders schrieb: Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es eben auch...

spezi 08. Okt 2015

Eine teilweise Abschaltung gibt es ja auch schon in Deutschland. Die Deutsche Telekom...

Apollo13 08. Okt 2015

Für ein reines Mobiltelefon ohne sonstigen Schnickschnack sind 17 Jahre kein Problem. Ich...

M.P. 08. Okt 2015

In anderen Bereichen geht es schneller: - Bankfilialen - Telefonzellen - Kleine...


Folgen Sie uns
       


Google Pixel 4 und Pixel 4 XL ausprobiert

Google hat seine neuen Pixel-Smartphones vorgestellt: Im ersten Hands on machen das Pixel 4 und das Pixel 4 XL einen guten Eindruck.

Google Pixel 4 und Pixel 4 XL ausprobiert Video aufrufen
Sendmail: Software aus der digitalen Steinzeit
Sendmail
Software aus der digitalen Steinzeit

Ein nichtöffentliches CVS-Repository, FTP-Downloads, defekte Links, Diskussionen übers Usenet: Der Mailserver Sendmail zeigt alle Anzeichen eines problematischen und in der Vergangenheit stehengebliebenen Softwareprojekts.
Eine Analyse von Hanno Böck

  1. Überwachung Tutanota musste E-Mails vor der Verschlüsselung ausleiten
  2. Buffer Overflow Exim-Sicherheitslücke beim Verarbeiten von TLS-Namen
  3. Sicherheitslücke Buffer Overflow in Dovecot-Mailserver

Staupilot: Der Zulassungsstau löst sich langsam auf
Staupilot
Der Zulassungsstau löst sich langsam auf

Nach jahrelangen Verhandlungen soll es demnächst internationale Zulassungskriterien für hochautomatisierte Autos geben. Bei höheren Automatisierungsgraden strebt die Bundesregierung aber einen nationalen Alleingang an.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Autonomes Fahren Ermittler geben Testfahrerin Hauptschuld an Uber-Unfall
  2. Ermittlungsberichte Wie die Uber-Software den tödlichen Unfall begünstigte
  3. Firmentochter gegründet VW will in fünf Jahren autonom fahren

Macbook Pro 16 Zoll im Test: Ein Schritt zurück sind zwei Schritte nach vorn
Macbook Pro 16 Zoll im Test
Ein Schritt zurück sind zwei Schritte nach vorn

Keine Butterfly-Tastatur mehr, eine physische Escape-Taste, dünnere Displayränder: Es scheint, als habe Apple beim Macbook Pro 16 doch auf das Feedback der Nutzer gehört und ist einen Schritt zurückgegangen. Golem.de hat sich angeschaut, ob sich die Änderungen auch lohnen.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Audioprobleme Knackgeräusche beim neuen Macbook Pro 16 Zoll
  2. iFixit Kleber und Nieten im neuen Macbook Pro 16 Zoll
  3. Macbook Pro Apple gibt fehlerhafte Butterfly-Tastatur auf

    •  /