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Messenger: Telegram stellt neuen Blockade-Rekord auf

Telegram hat an nur einem einzigen Tag mehr als eine halbe Million Gruppen und Kanäle gesperrt. Auch langfristig zeigt der Trend nach oben.
/ Marc Stöckel
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Telegram sperrt immer mehr Gruppen und Kanäle. (Bild: GEOFFROY VAN DER HASSELT/AFP via Getty Images)
Telegram sperrt immer mehr Gruppen und Kanäle. Bild: GEOFFROY VAN DER HASSELT/AFP via Getty Images

Allein am 13. November 2025 hat Telegram 519.646 Gruppen und Kanäle gesperrt. Das geht aus der aktuellen Moderationsübersicht des Messengerdienstes(öffnet im neuen Fenster) hervor. Zumindest innerhalb der letzten zwei Jahre, für die Telegram entsprechende Daten bereitstellt, handelt es sich damit um einen neuen Rekord. Knapp dahinter folgt der 5. Februar 2025, an dem 490.433 Blockaden vollstreckt wurden.

Auch insgesamt ist bei der Anzahl gesperrter Gruppen und Kanäle auf Telegram ein deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen. Allein im Jahr 2025 nahm der Betreiber des Dienstes bis Mitte November schon mehr als 35 Millionen Sperrungen vor – und damit mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr .

Als Grund für die Blockaden gibt Telegram Verstöße gegen seine Nutzungsbedingungen an. Dies umfasst etwa Gewaltaufrufe, die Verbreitung von Material über Kindesmissbrauch (CSAM) sowie den Handel mit illegalen Waren. Nicht selten treiben auch Hacker auf Telegram ihr Unwesen und nutzen die Plattform , um Cyberangriffe zu koordinieren und um Unterstützer zu buhlen .

Kampf gegen Kindesmissbrauch und Terror

CSAM-bezogene Blockaden weist Telegram in der Übersicht nochmals gesondert aus. Die Daten reichen dabei zurück bis Ende 2018 und lassen ebenfalls einen klaren Aufwärtstrend erkennen. Im aktuellen Jahr will Telegram schon über 860.000 Gruppen und Kanäle mit CSAM-Bezug gesperrt haben.

Erkannt werden solche Inhalte unter anderem durch einen automatischen Abgleich aller auf Telegram veröffentlichen Bilder mit einer Hash-Datenbank. Teilweise wird auf der Plattform entdecktes Kindesmissbrauchsmaterial aber auch von Nutzern(öffnet im neuen Fenster) oder Organisationen gemeldet. Tägliche Berichte zu den CSAM-Blockaden veröffentlicht Telegram in einem eigenen Kanal(öffnet im neuen Fenster) .

Einen ähnlichen Telegram-Kanal(öffnet im neuen Fenster) gibt es auch in Bezug auf Kanäle und Bots, über die zu Gewalt aufgerufen oder terroristische Propaganda verbreitet wird. Diesbezüglich weist Telegram für 2025 schon mehr als 209.000 Blockaden aus. Zudem habe Telegram in Zusammenarbeit mit Organisationen wie Etidal(öffnet im neuen Fenster) in den letzten Jahren "weit über 100 Millionen" terroristische Inhalte entfernt, heißt es.


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