Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Grundschule: Unbekannte verbreiten Nacktfotos auf Lernplattform

Eine achtjährige Grundschülerin ist im Online-Unterricht mit Nacktfotos konfrontiert worden. Die Polizei ermittelt auch in einem weiteren Fall.
/ Moritz Tremmel und dpa
46 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Schüler sollten auf Lernplattformen nicht mit Bildern von nachten Männern konfrontiert werden. (Bild: Alexandr Borecky/Pixabay)
Schüler sollten auf Lernplattformen nicht mit Bildern von nachten Männern konfrontiert werden. Bild: Alexandr Borecky/Pixabay

Ein Unbekannter hat sich in Bayern Zugang zur Lernplattform einer Grundschule verschafft und dort offenbar Nacktfotos gepostet. Eine Achtjährige im niederbayerischen Mainburg habe während des Online-Unterrichts Bilder eines nackten Mannes gezeigt bekommen, teilte die Polizei am Donnerstag mit(öffnet im neuen Fenster).

Die Lehrerin sei von dem Unbekannten aus dem Chatraum entfernt worden, so dass sie nicht mehr habe eingreifen können. Auch einige Schüler wurden den Angaben zufolge bei dem Vorfall am Dienstag aus der Plattform abgemeldet. Die Kripo ermittelt wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern.

Schüler und Eltern auf Lernplattform beleidigt

Einen ähnlichen Fall gab es ebenfalls am Dienstag an einer anderen Grundschule in Niederbayern. Auf der Online-Lernplattform der Schule in Abensberg wurden beleidigende Videos abgespielt. Zum Teil soll es nach Polizeiangaben zu Beleidigungen gegenüber Schülern und deren Eltern gekommen sein. "Anfängliche Schilderungen, wonach auch Videos mit pornografischen bzw. rechtsmotivierten Inhalten zu sehen waren, konnten bislang nicht verifiziert werden,"teilte die Polizei mit(öffnet im neuen Fenster).

Die Polizei Kelheim ermittelt nach eigenen Angaben unter anderem wegen Beleidigung gegen die bislang unbekannten Täter. "Durch die Schule wurde nach dem Vorfall sofort ein Sicherheitsupdate installiert, damit Unberechtigte nicht mehr auf die Lernchats zugreifen können." Möglicherweise hätten die Unbekannten aber einfach die Zugangsdaten zum Chat gekannt, sagte ein Polizeisprecher.

Das Stören von Videokonferenzen machte bereits im März vergangenen Jahres als Zoombombing Schlagzeilen.

Anzeige

Internet of Crimes: Warum wir alle Angst vor Hackern haben sollten (Deutsch) Gebundene Ausgabe

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Die Polizei rät, dass die Videochats von einem Administrator betreut werden sollten, der vor dem Beitritt eines neuen Mitgliedes zustimmen muss. Passwörter und Link zur Einladung dürften nur an den Personenkreis herausgegeben werden, der zum Online-Unterricht eingeladen werde.


Relevante Themen