Grundschule: Unbekannte verbreiten Nacktfotos auf Lernplattform

Ein Unbekannter hat sich in Bayern Zugang zur Lernplattform einer Grundschule verschafft und dort offenbar Nacktfotos gepostet. Eine Achtjährige im niederbayerischen Mainburg habe während des Online-Unterrichts Bilder eines nackten Mannes gezeigt bekommen, teilte die Polizei am Donnerstag mit(öffnet im neuen Fenster) .
Die Lehrerin sei von dem Unbekannten aus dem Chatraum entfernt worden, so dass sie nicht mehr habe eingreifen können. Auch einige Schüler wurden den Angaben zufolge bei dem Vorfall am Dienstag aus der Plattform abgemeldet. Die Kripo ermittelt wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern.
Schüler und Eltern auf Lernplattform beleidigt
Einen ähnlichen Fall gab es ebenfalls am Dienstag an einer anderen Grundschule in Niederbayern. Auf der Online-Lernplattform der Schule in Abensberg wurden beleidigende Videos abgespielt. Zum Teil soll es nach Polizeiangaben zu Beleidigungen gegenüber Schülern und deren Eltern gekommen sein. "Anfängliche Schilderungen, wonach auch Videos mit pornografischen bzw. rechtsmotivierten Inhalten zu sehen waren, konnten bislang nicht verifiziert werden," teilte die Polizei mit(öffnet im neuen Fenster) .
Die Polizei Kelheim ermittelt nach eigenen Angaben unter anderem wegen Beleidigung gegen die bislang unbekannten Täter. "Durch die Schule wurde nach dem Vorfall sofort ein Sicherheitsupdate installiert, damit Unberechtigte nicht mehr auf die Lernchats zugreifen können." Möglicherweise hätten die Unbekannten aber einfach die Zugangsdaten zum Chat gekannt, sagte ein Polizeisprecher.
Das Stören von Videokonferenzen machte bereits im März vergangenen Jahres als Zoombombing Schlagzeilen .
Die Polizei rät, dass die Videochats von einem Administrator betreut werden sollten, der vor dem Beitritt eines neuen Mitgliedes zustimmen muss. Passwörter und Link zur Einladung dürften nur an den Personenkreis herausgegeben werden, der zum Online-Unterricht eingeladen werde.