Grünheide: Zahlreiche Unfälle werfen Fragen zur Tesla-Fabrik auf
Gibt es bei Tesla in Grünheide auffallend viele Arbeitsunfälle? Interne Dokumente zeichnen laut dem Magazin Stern(öffnet im neuen Fenster) ein beunruhigendes Bild der Sicherheit in der Gigafactory des Elektroauto-Herstellers. Journalisten des Stern hatten sich Arbeitsplätze bei Tesla in Grünheide besorgt, andere befragten ehemalige Tesla-Mitarbeiter.
Forderungen nach mehr Transparenz
Zwischen Juni und November 2022 meldete Tesla demnach mindestens 190 Arbeitsunfälle. Im Vergleich zu anderen Autofabriken in Deutschland komme es gemessen an der Beschäftigtenzahl zu deutlich mehr Notfällen, für die Rettungsdienste gerufen werden mussten, so der Stern. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke verlangte nach einem Bericht des Tagesspiegels(öffnet im neuen Fenster) von Tesla umfassende Aufklärung und mehr Offenheit bei auftretenden Problemen in der Produktion. Woidke forderte das Unternehmen auf, jeden Vorfall restlos aufzuklären.
Aus den Unfallberichten geht laut des Magazins hervor, dass Tesla-Mitarbeiter zum Teil schwere Verletzungen wie gebrochene Gliedmaßen oder Verbrennungen erlitten. Gewerkschaften äußerten sich besorgt und mahnten Tesla, dem Arbeitsschutz höchste Priorität einzuräumen. Neben den vielen Unfällen listete das Umweltamt seit der Eröffnung zudem 26 meldepflichtige Umweltzwischenfälle auf.
Tesla wehrt Kritik zu Umweltschäden ab
Tesla selbst wies jegliche Vorwürfe zurück und versicherte, bei keiner der gemeldeten Havarien habe es sich um einen schwerwiegenden Störfall gehandelt oder sei es zu Umweltschäden gekommen, heißt es in dem Bericht. Wo nötig, habe man Korrekturmaßnahmen umgesetzt.
In Grünheide sollen nach Plänen von Tesla mittelfristig bis zu 500.000 Elektroautos pro Jahr vom Band rollen.
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