Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Grünheide: Wasserversorger legt Tesla neuen Vertrag vor

Seit langem wird über einen neuen Wasservertrag für Grünheide gestritten. Jetzt will der Wasserverband zu einer Einigung mit Tesla kommen.
/ Tobias Költzsch , dpa
14 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Teslas Gigafactory in Grünheide bei Berlin (Bild: Sean Gallup/Getty Images)
Teslas Gigafactory in Grünheide bei Berlin Bild: Sean Gallup/Getty Images

Nach langem Streit hat sich der regionale Wasserversorger auf einen neuen Wasservertrag für den E-Autobauer Tesla in Grünheide bei Berlin geeinigt. Das Vertragsangebot für Tesla sei am Abend des 4. Dezember 2024 mehrheitlich beschlossen worden, sagte der Vorsitzende der Verbandsversammlung und Bürgermeister der Gemeinde Fredersdorf-Vogelsdorf, Thomas Krieger (CDU), der Deutschen Presse-Agentur zufolge. Tesla muss noch zustimmen.

Der Elektroautobauer Tesla hat in Grünheide den Wasserverbrauch gesenkt. Dadurch ändert sich die Abwasserqualität. Knackpunkte sind höhere Grenzwerte bei der Belastung von Schmutzwasser aus dem Werk. Das einzige europäische Tesla-Werk von Elon Musk stellt in Grünheide seit März 2022 E-Autos her.

Seit eineinhalb Jahren wurde über den neuen Wasservertrag zwischen Tesla und dem Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) verhandelt. Der Verbandsvorsteher André Bähler äußerte Bedenken und kritisierte, es seien ausschließlich die Wünsche von Tesla berücksichtigt.

Lokaler Verbandsvorsitzender kritisiert Entscheidung

Die Entscheidungen trifft jedoch die Verbandsversammlung des Wasserversorgers, dem 16 Mitgliedskommunen angehören. In einer nicht-öffentlichen Sitzung beriet das Gremium am Abend des 4. Dezember 2024 mehrere Stunden lang über den Tesla-Vertrag.

Der Vorsitzende Krieger sagte, es seien noch Änderungen vorgenommen worden. "Wir haben unsere Position nachgeschärft." Zu den Änderungen wollte er sich aber nicht näher äußern. "Ich denke, Tesla sollte mit dem Vertrag gut leben können" , meinte Krieger. Es seien die Interessen beider Seiten berücksichtigt. Krieger hofft, dass von Tesla bis Weihnachten ein Signal kommt.


Relevante Themen