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Grünheide: Polizei löst Camp von Tesla-Gegnern auf

Die Polizei in Brandenburg geht nicht mehr von einem friedlichen Verlauf des Protests gegen Tesla in Grünheide aus.
/ Werner Pluta , dpa
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Tesla-Protestcamp in Grünheide (im Mai 2024): Bombensuche in Grünheide (Bild: Axel Schmidt/Getty Images)
Tesla-Protestcamp in Grünheide (im Mai 2024): Bombensuche in Grünheide Bild: Axel Schmidt/Getty Images

Schluss mit dem Camp: Die Polizei löst die Versammlung von Tesla-Gegnern im Wald nahe der Autofabrik in Grünheide auf. Die Polizeiführung begründet die Maßnahme mit Verstößen gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung.

Die Umweltaktivisten hätten wiederholt gegen Auflagen verstoßen und Straftaten verübt, zitiert die Deutsche Presseagentur (dpa) den Polizeisprecher Daniel Keip. Es könne kein Kontakt zur Versammlungsleitung hergestellt werden und es könne nicht mehr von einem friedlichen Verlauf ausgegangen werden.

Die Aktivisten besetzten Ende Februar ein Waldstück in Grünheide . Sie protestieren gegen die Pläne des US-Elektroautoherstellers, das Werk in Grünheide zu erweitern .

Das Gelände soll auf Kampfmittel untersucht werden

Die Polizei ist seit Montag im Protestcamp im Einsatz. Die Umweltaktivisten sollten zunächst wegen einer Suche nach Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg vorübergehend einen Teil ihres Waldlagers mit Baumhäusern räumen. Die Campbewohner weigerten sich jedoch und kletterten teils zwischen den Bäumen in große Höhen. Höhenretter der Polizei holten sechs Menschen aus Baumhäusern , weil sie nicht freiwillig gehen wollten.

Tesla will sein Areal in Grünheide für einen Güterbahnhof und Lagerflächen erweitern . Dafür will der US-Elektroautohersteller vom Land Brandenburg ein rund 100 Hektar großes, mit Bäumen bestandenes Gebiet kaufen.

"Es laufen Gespräche dazu mit Tesla" , sagte ein Sprecher des Umwelt- und Forstministeriums in Potsdam. Das Gelände nahe der Autofabrik wird bereits seit einiger Zeit auf Kampfmittel untersucht. Im Juni wurde eine Bombe gesprengt , die nahe dem Tesla-Werk gefunden wurde. Die Erweiterung ist umstritten .


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