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Grünheide: Nabu will gegen Erweiterung des Tesla-Werks klagen

Tesla darf sein Werk in Grünheide erweitern. Der Umweltverband Nabu will juristisch dagegen vorgehen.
/ Werner Pluta , dpa
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Tesla-Werk in Grünheide: "Herber Schlag für Demokratie und Umwelt" (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
Tesla-Werk in Grünheide: "Herber Schlag für Demokratie und Umwelt" Bild: Friedhelm Greis/Golem.de

Der Naturschutzbund (Nabu) Brandenburg erwägt, gegen die Erweiterung des Tesla-Werks in Grünheide zu klagen. Diese wurde vor wenigen Tagen genehmigt.

Der Nabu lote juristische Mittel gegen den Bebauungsplan zur Erweiterung des Fabrikgeländes aus, berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa). "Wir werden erstmal prüfen, was wir für Angriffspunkte haben" , sagte der Nabu-Landesvorsitzende Björn Ellner der Nachrichtenagentur. "Ein Rechtsanwalt ist beauftragt." Offen ist, ob sich Verbände oder Initiativen einer Klage anschließen.

Die Gemeindevertreter von Grünheide beschlossen am 16. Mai 2024 mehrheitlich den umstrittenen Bebauungsplan von Tesla . Danach darf Tesla das Werk um 118 Hektar nach Osten erweitern. Dort sollen ein Güterbahnhof sowie Logistikflächen entstehen. Dafür müssen Bäume gefällt werden.

Fast zwei Drittel der Bürger von Grünheide hatten die ursprünglichen Erweiterungspläne des Autoherstellers bei einer Befragung im Februar abgelehnt . Ein Kompromiss sah vor, statt über 100 Hektar nur knapp 50 Hektar Forst zu roden. Tesla verweist darauf, dass nun mehr als 70 Hektar Wald erhalten bleiben und die Region mit dem Güterbahnhof von Lastwagenverkehr entlastet wird.

Nabu-Landeschef Ellner bezeichnete die Entscheidung der Gemeindevertreter als "herben Schlag für Demokratie und Umwelt" . Er befürchtet die Beeinträchtigung der Lebensgrundlagen der Region. Seit Ende Februar protestieren Umweltaktivisten gegen Tesla nahe dem Werk in Grünheide in Brandenburg. Der Protest hält an . In dem Werk arbeiten rund 12.000 Beschäftigte.


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