Grünen-Vorschlag: Sirenen sollen auch bei Stromausfall laufen

Grünen-Abgeordnete fordern eine bessere Warnung der Bevölkerung vor Katastrophen. Diese müsse auch bei Stromausfall funktionieren.

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Ein Techniker installiiert eine neue Sirenenanlage.
Ein Techniker installiiert eine neue Sirenenanlage. (Bild: Ina Fassbender/AFP/Getty Images)

In einem Zehn-Punkte-Plan fordern Grünen-Politiker eine funktionierende und flächendeckende Warninfrastruktur in Deutschland. "Ziel sollte hierbei immer sein, die gesamte Bevölkerung verlässlich, verständlich und rechtzeitig warnen zu können und damit auch mit konkreten Anweisungen handlungsfähig zu machen", heißt es in einem gemeinsamen Vorschlag der bayerischen Landtagsabgeordneten Katharina Schulze und des Bundestagsabgeordneten Leon Eckert.

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Konkret fordern die Grünen-Politiker unter anderem einen bundesweiten "Bevölkerungsschutztag". An diesem solle es "einheitliche und verbindliche Tests sowie Übungen mit Sirenen geben". Der Bevölkerung müssten "die Warnsignale bekannt gemacht und mit angemessenen Handlungsanweisungen verknüpft werden, z.B. differenziert nach Gefahrenlagen und Intensität".

Hierzu müsse das Sirenennetz "beschleunigt vervollständigt" und Sirenen "auf dem technisch neusten Stand beschafft" werden. Sie sollten über eine Akkupufferung und die technische Möglichkeit verfügen, auch Textdurchsagen abzuspielen.

Zusätzlich zu den bestehenden Warnwegen braucht es den Abgeordneten zufolge "ein robustes und niedrigschwelliges System für Notfallnachrichten durch Cell-Broadcasting". Dabei müssen Notfallnachrichten "zu jeder Zeit an jedem Ort in Deutschland gesendet werden können". Die Nutzung von Cell-Broadcasting solle nach Möglichkeit auch für Betriebssysteme ermöglicht werden, die bereits länger am Markt sind, nicht nur für aktuelle und kommende Betriebssysteme.

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Nach Einschätzung der Grünen-Politiker "ist der Großteil der Warnmittel stark stromabhängig und hat bei einem Stromausfall kaum verbleibenden Akku". Daher sollten Warnmittel so konzipiert werden, "dass sie so energieeffizient wie möglich und auch bei geringem Stromangebot oder vollständigem Ausfall weiter funktionsfähig sind".

Nach der Flutkatastrophe vom Juli 2021 im Ahrtal und in Nordrhein-Westfalen hat die Bundesregierung den Aufbau eines Systems für das sogenannte Cell Broadcast beschlossen. Ein erster Test für das neue System ist für den 8. Dezember 2022 vorgesehen. Wie viele Smartphones von den Warnungen erreicht werden können, ist derzeit unklar. Das betrifft vor allem Geräte mit Androidversionen 10 und abwärts. Der iPhone-Hersteller Apple setzt die neue Funktion voraussichtlich mit der neuen iOS-Version 16 um. Die Bundesnetzagentur will nun auch ältere Handys durch das System erreichen.

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Lachser 24. Aug 2022 / Themenstart

https://www.bernerzeitung.ch/heute-heulen-die-sirenen-ueber-fehlalarme-dezibel-und-den...

WA7 19. Aug 2022 / Themenstart

Kreative Idee. Aber sooo alt, das kann gar nicht funktionieren. Schon aus Prinzip nicht ;-)

yumiko 18. Aug 2022 / Themenstart

Du meinst die ehemalige Familienministerin Spiegel? Davor war sie Umweltministerin in...

yumiko 18. Aug 2022 / Themenstart

Eine kleine Solarzelle und großer Kondensator am Mast sollte für Notfall SMS reichen...

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