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Grsecurity: Open Source Security muss Kosten von Bruce Perens tragen

Im Streit zwischen den Entwicklern der Grsecurity-Patches und der Open-Source-Community um ihre Linux -Patches haben Erstere den Prozess verloren und müssen nun die Anwaltskosten der Gegenseite zahlen. Das Grsecurity-Unternehmen geht aber in Berufung.
/ Sebastian Grüner
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Der Streit um die Grsecurity-Patches geht wohl noch weiter. (Bild: Liam Quinn, flickr.com)
Der Streit um die Grsecurity-Patches geht wohl noch weiter. Bild: Liam Quinn, flickr.com / CC-BY-SA 2.0

Die Firma Open Source Security von Bradley Spengler entwickelt die unter dem Namen Grsecurity bekannten Linux-Patches, die zusätzliche Sicherheitsmechanismen für den Kernel bereitstellen sollen. Linux-Erfinder Linus Torvalds ist kein Fan dieser Arbeiten und bezeichnete sie sogar als "Müll" . Der Entwickler Bruce Perens verlieh außerdem in einem Blogpost seiner Meinung Nachdruck, die Patches würden die GPLv2 verletzen, also die Lizenz des Linux-Kernels. Einen Gerichtsprozess dazu hat Open Source Security verloren und muss nun auch die Anwaltskosten von Perens tragen(öffnet im neuen Fenster) , wie dieser in seinem Blog schreibt.

Perens ist der Erfinder der Open-Source-Definition und Mitgründer der Open Source Initiative (OSI). Open Source Security verklagte Perens mit Bezug auf den Blogpost wegen direkter und versteckter Verleumdung, Irreführung ( False Light ) sowie "bewusster Einmischung zur ökonomischen Vorteilsnahme" . Das Unternehmen forderte von dem Open-Source-Veteranen Schadenersatz in Höhe von drei Millionen US-Dollar und argumentierte gegen die vorgebrachte Verletzung der GPLv2 unter anderem mit Verweis auf das Geschäftsmodell von Red Hat.

Perens' Äußerungen keine Verleumdung

Der Richter in dem Prozess urteilte aber, Perens habe lediglich seine Meinung zu einer unentschiedenen Frage geäußert. Der Richter konnte die Verleumdung laut seiner Urteilsbegründung nicht erkennen, was auch eine Irreführung gegenstandslos machte. Für den letzten Punkt hätte Open Source Security unter anderem nachweisen müssen, dass Perens eine Geschäftsbeziehung der Firma mit einem zahlungsbereiten Kunden absichtlich gestört habe und zwar mit dem Ziel, diese Beziehung zu zerstören. Doch auch dieser Punkt ging mit der Abweisung der Verleumdung unter.

Open Source Security will das grundlegende Urteil in einem Berufungsverfahren erneut verhandeln lassen. Dennoch muss die Firma zunächst 260.000 US-Dollar an die Anwälte von Perens zahlen. Das ist die Hälfte von dem, was Perens Anwälte im Prozess gefordert hatten. Perens erhält zudem Unterstützung von Anwälten der Electronic Frontier Foundation.

In einem Blogpost erklärt Perens(öffnet im neuen Fenster) , das alles wäre nicht nötig gewesen, hätte sich Spengler einer vernünftigen Debatte gestellt anstatt zu klagen. Das zentrale Dokument zu dem Gerichtsbeschluss(öffnet im neuen Fenster) macht Perens über sein Blog verfügbar, ebenso alle anderen Dokumente des Falls(öffnet im neuen Fenster) .


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