Abo
  • IT-Karriere:

Grsecurity: Open Source Security muss Kosten von Bruce Perens tragen

Im Streit zwischen den Entwicklern der Grsecurity-Patches und der Open-Source-Community um ihre Linux-Patches haben Erstere den Prozess verloren und müssen nun die Anwaltskosten der Gegenseite zahlen. Das Grsecurity-Unternehmen geht aber in Berufung.

Artikel veröffentlicht am , Kristian Kißling/Linux Magazin/
Der Streit um die Grsecurity-Patches geht wohl noch weiter.
Der Streit um die Grsecurity-Patches geht wohl noch weiter. (Bild: Liam Quinn, flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Die Firma Open Source Security von Bradley Spengler entwickelt die unter dem Namen Grsecurity bekannten Linux-Patches, die zusätzliche Sicherheitsmechanismen für den Kernel bereitstellen sollen. Linux-Erfinder Linus Torvalds ist kein Fan dieser Arbeiten und bezeichnete sie sogar als "Müll". Der Entwickler Bruce Perens verlieh außerdem in einem Blogpost seiner Meinung Nachdruck, die Patches würden die GPLv2 verletzen, also die Lizenz des Linux-Kernels. Einen Gerichtsprozess dazu hat Open Source Security verloren und muss nun auch die Anwaltskosten von Perens tragen, wie dieser in seinem Blog schreibt.

Stellenmarkt
  1. Consors Finanz BNP Paribas, München
  2. Allianz Private Krankenversicherungs-AG, München Unterföhring

Perens ist der Erfinder der Open-Source-Definition und Mitgründer der Open Source Initiative (OSI). Open Source Security verklagte Perens mit Bezug auf den Blogpost wegen direkter und versteckter Verleumdung, Irreführung (False Light) sowie "bewusster Einmischung zur ökonomischen Vorteilsnahme". Das Unternehmen forderte von dem Open-Source-Veteranen Schadenersatz in Höhe von drei Millionen US-Dollar und argumentierte gegen die vorgebrachte Verletzung der GPLv2 unter anderem mit Verweis auf das Geschäftsmodell von Red Hat.

Perens' Äußerungen keine Verleumdung

Der Richter in dem Prozess urteilte aber, Perens habe lediglich seine Meinung zu einer unentschiedenen Frage geäußert. Der Richter konnte die Verleumdung laut seiner Urteilsbegründung nicht erkennen, was auch eine Irreführung gegenstandslos machte. Für den letzten Punkt hätte Open Source Security unter anderem nachweisen müssen, dass Perens eine Geschäftsbeziehung der Firma mit einem zahlungsbereiten Kunden absichtlich gestört habe und zwar mit dem Ziel, diese Beziehung zu zerstören. Doch auch dieser Punkt ging mit der Abweisung der Verleumdung unter.

Open Source Security will das grundlegende Urteil in einem Berufungsverfahren erneut verhandeln lassen. Dennoch muss die Firma zunächst 260.000 US-Dollar an die Anwälte von Perens zahlen. Das ist die Hälfte von dem, was Perens Anwälte im Prozess gefordert hatten. Perens erhält zudem Unterstützung von Anwälten der Electronic Frontier Foundation.

In einem Blogpost erklärt Perens, das alles wäre nicht nötig gewesen, hätte sich Spengler einer vernünftigen Debatte gestellt anstatt zu klagen. Das zentrale Dokument zu dem Gerichtsbeschluss macht Perens über sein Blog verfügbar, ebenso alle anderen Dokumente des Falls.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,19€
  2. (-40%) 29,99€
  3. 3,99€
  4. (-78%) 11,00€

Vanger 19. Jun 2018

Nicht alles von grsecurity sind "richtige Ideen". Auch das kritisiert Torvalds. Nochmal...

jude 19. Jun 2018

Ahhh, danke. OSS wird mal, oder ist schon, ein Milliarden Brand. Daher also die...

Proctrap 19. Jun 2018

bzw du dürftest dann überprüfen ob du nicht zufällig eine API nach ahmst in deiner...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Thinkbook 13s - Test

Das Thinkbook wirkt wie eine Mischung aus teurem Thinkpad und preiswerterem Ideapad. Das klasse Gehäuse und die sehr gute Tastatur zeigen Qualität, das Display und die Akkulaufzeit sind die Punkte, bei denen gespart wurde.

Lenovo Thinkbook 13s - Test Video aufrufen
Sonos Move im Test: Der vielseitigste Lautsprecher von Sonos
Sonos Move im Test
Der vielseitigste Lautsprecher von Sonos

Der Move von Sonos überzeugt durch Bluetooth und ist dank Akku und stabilem Gehäuse vorzüglich für den Außeneinsatz geeignet. Bei den Funktionen ist der Lautsprecher leider nicht so smart wie er sein könnte.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Update für Multiroom-Lautsprecher Sonos-App spielt keine lokalen Inhalte mehr vom iPhone ab
  2. Smarter Lautsprecher Erster Sonos-Lautsprecher mit Akku und Bluetooth
  3. Soundbars Audiohersteller Teufel investiert in eigene Ladenkette

Verkehrssicherheit: Die Lehren aus dem tödlichen SUV-Unfall
Verkehrssicherheit
Die Lehren aus dem tödlichen SUV-Unfall

Soll man tonnenschwere SUV aus den Innenstädten verbannen? Oder sollten technische Systeme schärfer in die Fahrzeugsteuerung eingreifen? Nach einem Unfall mit vier Toten in Berlin mangelt es nicht an radikalen Vorschlägen.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Torc Robotics Daimler-Tochter testet selbstfahrende Lkw
  2. Edag Citybot Wandelbares Auto mit Rucksackmodulen gegen Verkehrsprobleme
  3. Tusimple UPS testet automatisiert fahrende Lkw

Elektrautos auf der IAA: Die Gezeigtwagen-Messe
Elektrautos auf der IAA
Die Gezeigtwagen-Messe

IAA 2019 Viele klassische Hersteller fehlen bei der IAA oder zeigen Autos, die man längst gesehen hat. Bei den Elektroautos bekommen alltagstaugliche Modelle wie VW ID.3, Opel Corsa E und Honda E viel Aufmerksamkeit.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Elektromobilität Stromwirtschaft will keine Million öffentlicher Ladesäulen
  2. Umfrage Kunden fühlen sich vor Elektroautokauf schlecht beraten
  3. Batterieprobleme Auslieferung des e.Go verzögert sich

    •  /