Ground-Launched Small Diameter Bomb: Russische Abwehrmaßnahme schaltet US-Präzisionswaffe aus
Die USA haben der Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen die russischen Invasoren auch Ground-Launched Small Diameter Bombs (GLSDB) geliefert. Diese Präzisionswaffen sollten mit ihrem 93 kg schwerem Sprengkopf eigentlich großen Schaden am Ziel anrichten, doch das erreichen sie nicht. Russland scheint das GPS-Signal so effektiv zu stören, dass die Ukraine die Waffen mittlerweile nicht mehr einsetzt, wie es in einem Bericht von The War Zone heißt(öffnet im neuen Fenster) .
Auswirkungen auf die Militärstrategie der USA
Die erfolgreiche Bekämpfung einer US-Präzisionswaffe durch die russische elektronische Kriegsführung dürfte erhebliche Auswirkungen auf die amerikanische Militärstrategie haben. Schließlich ist das High-Tech-Waffensystem wegen Gegenmaßnahmen des Gegners offenbar auf einmal verwundbar.
Ground-Launched Small Diameter Bombs für die Ukraine
Die US-Regierung hatte am 3. Februar 2023 ein neues Hilfspaket für die Ukraine angekündigt. Das Paket umfasst die GLSDB, die von HIMARS- oder MLRS-Raketenwerfern oder von einer eigenen Abschussvorrichtung aus gestartet werden kann.
Die GLSDB vergrößerte damals die Wirkreichweite der Ukraine beträchtlich – auf ungefähr 150 km, ausgehend von den etwa 80 km, die mit dem HIMARS-System(öffnet im neuen Fenster) zuvor erreicht werden konnten.
Saab, der Hersteller der GLSDB(öffnet im neuen Fenster) , erklärt, dass die Lenkflugkörper schwieriger abzufangen seien, da sie sich Zielen aus verschiedenen Richtungen und Winkeln nähern können. Im Gegensatz zu konventioneller Artillerie, die einer vorhersehbaren Flugbahn folgt, kann der GLSDB dank seiner Flügel und Navigationsfähigkeiten Hindernissen und Luftabwehrsystemen ausweichen, indem er um sie herum manövriert und sich dem Ziel sogar von hinten nähert.
Außerdem ist die GLSDB aufgrund ihrer geringen Infrarotsignatur ein schlechtes Ziel für IR-Zielflugkörper. Da das System ausschließlich über GPS gelenkt wird, ist es aber offenbar sehr anfällig für russische elektronische Gegenmaßnahmen.



