Großunternehmen: Lindner will Mindeststeuer zum 1. Januar 2023 umsetzen

Bundesfinanzminister Christian Lindner will die Mindeststeuer für Großunternehmen in Deutschland schnell einführen.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Mit der Mindeststeuer sollen auch Großunternehmen Steuern zahlen müssen.
Mit der Mindeststeuer sollen auch Großunternehmen Steuern zahlen müssen. (Bild: Firmbee/Pixabay)

Finanzminister Christian Lindner (FDP) macht Tempo bei der Umsetzung der auf internationaler Ebene beschlossenen globalen Mindeststeuer für Großunternehmen. Man wolle zeitnah einen nationalen Gesetzentwurf vorlegen, um die Regelungen zum 1. Januar 2023 einzuführen, sagte das Ministerium dem Magazin Wirtschaftswoche. Zuvor werde man aber eine entsprechende EU-Richtlinie abwarten.

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In Brüssel sind die ersten Schritte bereits getan: Die Europäische Kommission stellte einen Gesetzesvorschlag vor. Ziel der Reform ist es, die Verlagerung von Unternehmensgewinnen in Steueroasen zu verhindern. Darauf hatten sich mehr als 130 Länder auf der ganzen Welt geeinigt. Kanzler Olaf Scholz (SPD) hatte das Thema als Finanzminister zuletzt stark vorangetrieben.

Internationale Firmen mit mindestens 750 Millionen Euro Umsatz pro Jahr sollen künftig unabhängig von ihrem Sitz mindestens 15 Prozent Steuern zahlen. Zahlt ein Unternehmen mit seiner Tochterfirma im Ausland weniger Steuern, kann der Heimatstaat die Differenz einkassieren. Außerdem sollen internationale Digitalkonzerne wie Google nicht nur im Heimatland besteuert werden, sondern auch dort, wo sie tatsächlich Geschäfte machen.

Wichtig sei nun, dass die Regeln "gleichzeitig für die Unternehmen und die Verwaltung gut zu administrieren" seien, erklärte das Finanzministerium. Nach Informationen der Wirtschaftswoche führten Finanzbeamte von Bund und Ländern dazu bereits erste Gespräche. DIHK-Präsident Peter Adrian forderte eine faire Umsetzung. Die neue Mindeststeuer müsse überall erhoben werden, damit die heimischen Unternehmen nicht benachteiligt seien, sagte er dem Magazin.

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ibecf 18. Jan 2022

Mja kleinrechnen dürfte immer noch gehen, da steht ja nicht 15% von was ? Umsatz...

Michael H. 17. Jan 2022

Bezieht sich so wie ich das verstanden habe auf den Gewinn und nicht auf den Umsatz...

Technikkapitaen 17. Jan 2022

Ein großer Teil davon sind allerdings Sozialabgaben und keine Steuern.

Netzweltler 16. Jan 2022

Mit den ganze Ausnahmeregeln, die in dieser "15%"-Mindeststeuer-Übereinkunft gemacht...



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