Großes Sprachmodell: Anthropic führt Claude AI auf dem europäischen Markt ein

Anthropic bringt seinen KI-Chatbot Claude für Privatpersonen und Unternehmen in ganz Europa(öffnet im neuen Fenster) auf den Markt. Das Unternehmen bietet eine kostenpflichtige Abo-Version für 18 Euro netto (in Deutschland brutto 21,42 Euro) namens Claude Pro an, die den Nutzern Zugang zu allen Modellen gewährt, einschließlich des aufwendigsten Modells Claude 3 Opus. Darüber hinaus führt Anthropic Claude Team ein, ein auf Unternehmen ausgerichtetes Abonnement zu einem Preis von 28 Euro pro Monat netto.
CEO und Mitbegründer Dario Amodei betonte, dass das Unternehmen bei der Entwicklung von Claude großen Wert auf Genauigkeit, Sicherheit und Datenschutz gelegt habe.
EU verabschiedet AI Act
Das Parlament der Europäischen Union verabschiedete vor Kurzem den AI Act, das weltweit erste umfassende Regelwerk für KI-Technologie. Das Gesetz zielt darauf ab, Regeln festzulegen und anzuwenden, die auf den von der KI ausgehenden Risiken basieren und diese in die Kategorien niedrig, mittel, hoch und inakzeptabel einteilen.
Anthropic versichert den Nutzern, dass sein Assistent Claude verschiedene europäische Sprachen beherrscht, darunter Französisch, Deutsch, Italienisch und Spanisch. Während Claude.ai in Großbritannien bereits im Web und auf dem Handy verfügbar ist, wird das Produkt nun erstmals auch für Nutzer in der EU und in Nicht-EU-Ländern wie Norwegen, der Schweiz und Island eingeführt.
Investition von Amazon
Anthropic wurde im März 2024 von Investoren mit 18,4 Milliarden US-Dollar bewertet. Im selben Monat gab Amazon eine Investition in Höhe von 2,75 Milliarden US-Dollar in das Start-up bekannt, womit sich die Gesamtinvestition von Amazon in das Unternehmen auf 4 Milliarden US-Dollar erhöhte.
Die beträchtliche Investition von Amazon in Anthropic löste jedoch bei einigen Regulierungsbehörden Bedenken aus, weil sie befürchten, dass dadurch die Unabhängigkeit des Start-ups beeinträchtigt werden könnte. Im Vereinigten Königreich prüfen die Aufsichtsbehörden, ob Amazons Investition und Partnerschaft mit Anthropic den Wettbewerb beeinträchtigen könnten.
Sowohl Amazon als auch Microsoft dementierten, dass ihre teils erheblichen Investitionen und Partnerschaften mit KI-Start-ups einer Fusion gleichkommen, wobei Amazon erklärte, dass seine Partnerschaft mit Anthropic eine begrenzte Unternehmensinvestition sei.



