Große Schwierigkeiten: Gopro streicht weitere 270 Stellen

Vier Monate nach dem jüngsten Stellenabbau muss Gopro erneut Personal entlassen, um seine Kosten in den Griff zu bekommen. 270 Mitarbeiter müssten gehen, um die jährlichen Kosten von 585 auf 495 Millionen US-Dollar zu reduzieren, teilte Gopro mit. Im November 2016 wurden bereits 200 Arbeitnehmer gekündigt . Seitdem arbeiteten noch 1.550 Menschen bei dem Actionkamera- und Drohnenhersteller.
Die Nachricht(öffnet im neuen Fenster) wurde an der Börse positiv aufgenommen. Nachbörslich notierte die Aktie acht Prozent im Plus.
Der Actionkamerahersteller musste Anfang des Jahres 2016 bereits sein Produktsortiment verkleinern. Die Streichungen betrafen vor allem die günstigen Modelle. Das Unternehmen gilt als Pionier im Bereich Actionkameras, doch mittlerweile bietet auch die Konkurrenz zahlreiche Modelle an.

Auch der Rückruf der Kameradrohne Karma dürfte das Unternehmen belastet haben. Grund waren technische Probleme, die zum Absturz des Quadcopters führen können. Seit Anfang März 2017 ist die Drohne zumindest in den USA wieder auf dem Markt(öffnet im neuen Fenster) . Angesichts sinkender Umsätze dürfte Gopro einige Erwartungen in den Verkauf der Drohne gesetzt haben.
2016 machte das Unternehmen einen Verlust von 373 Millionen US-Dollar. Daran waren nicht nur der Rückruf der 2.500 Drohnen, sondern auch Produktionsverzögerungen beim Spitzenmodell Hero 5 schuld.



