• IT-Karriere:
  • Services:

Große Koalition: Schnelles Internet soll durch Versorgungsnetze fließen

In vier Jahren soll es eine flächendeckende Versorgung mit 50 MBit/s geben. Für das ambitionierte Breitband-Ziel sollen auch Strom- und Gasnetze genutzt werden.

Artikel veröffentlicht am , dpa/Deutsche Presse-Agentur
Die große Koalition will bestehende Netze für den Breitbandausbau nutzen.
Die große Koalition will bestehende Netze für den Breitbandausbau nutzen. (Bild: Moros/Lizenz: Creative Commons Attribution 3.0 Unported)

Die schwarz-rote Koalition will für den Ausbau des schnellen Internets in Deutschland vorhandene Leitungen mitnutzen. Strom-, Gas-, Fernwärme- und Abwassernetze böten "ein hohes Potenzial für einen kosten- und ressourcenschonenden Breitbandausbau", heißt es in einem Antrag von Union und SPD, der am Donnerstag in den Bundestag eingebracht wurde. Auch beim Bau von Brücken sollte bindend werden, Leerrohre für Internetkabel zu verlegen. Bund, Länder und Kommunen sollten in diesem Jahr festlegen, wie sie beim Breitband-Ausbau zusammenarbeiten wollen. Die Opposition nannte die Pläne zu vage.

Stellenmarkt
  1. Schwarz Dienstleistung KG, Raum Neckarsulm
  2. Continental AG, Regensburg

Die große Koalition hat das Ziel ausgegeben, bis 2018 flächendeckend Übertragungsgeschwindigkeiten von 50 Megabit pro Sekunde zu erreichen. Aktuell sind solche schnellen Zugänge für gut die Hälfte der Haushalte verfügbar. Für eine volle Abdeckung wären geschätzte Investitionen von 20 Milliarden Euro nötig. Bundesminister Alexander Dobrindt (CSU) plant auch finanzielle Impulse für die Telekombranche. Unter anderem sollen Erlöse aus Versteigerungen von Funkfrequenzen bis 2016 zu einem Großteil in die digitale Wirtschaft zurückfließen.

Die Sprecherin der SPD-Fraktion für digitale Infrastruktur, Kirsten Lühmann, sagte: "Der Breitbandausbau ist für die Entwicklung einer Region genauso wichtig wie ein gut ausgebautes Autobahn- oder Schienennetz." In dünn besiedelten ländlichen Räumen werde es mangels Wirtschaftlichkeit aber nicht allein über den Markt zu regeln sein. Nötig seien zusätzliche Fördermittel.

Für die Union sagte Ulrich Lange (CSU), 80 Prozent der Kosten entfielen aufs Graben von Leitungen. Für eine Mitnutzung jetziger Netze solle daher ein rasch durchsetzbarer Rechtsanspruch für Telekommunikationsanbieter geschaffen werden. Bei Streit zwischen Beteiligten vor Ort solle die Bundesnetzagentur Einzelfälle schnell und verbindlich klären können.

Die Grünen-Politikerin Tabea Rößner sagte an die Adresse der Koalition gerichtet: "Sie stellen nicht einen Euro bereit und planen mit Einnahmen aus einer Frequenzversteigerung, von der niemand weiß, wann sie kommt und wie viel Geld sie einbringt." Jeder Haushalt müsse einen Anspruch auf einen Breitbandanschluss bekommen. Herbert Behrens (Linke) forderte, schnelles Internet müsse für alle bezahlbar sein. Öffentliche Zuschüsse könnten einen Schub für den Ausbau auslösen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

nicoledos 06. Jul 2014

Das sieht aber nicht schön aus und stört den Blick auf die tolle Ackerlandschaft. Schau...

Mixermachine 04. Jul 2014

Geht ja hier ziemlich um wirtschaftliche Attraktivität. Eine Firma mit 6 MBit Anschluss...

thorben 04. Jul 2014

Was Kabel angeht: wenn die nächsten Jahre endlich analoges fernsehen abgedreht wird, dann...

Dwalinn 04. Jul 2014

Mir würden auch 5 mbits reichen... aber bitte ohne Drosselung ab 60 GB (und wenn doch...

Paule 04. Jul 2014

Da 4k kein Thema ist also ~12 Mbit/s für Full HD sagen wir mal ebenfalls Full HD zu je...


Folgen Sie uns
       


Ausblendbare Kamera von Oneplus - Hands on (CES 2020)

Das Concept One ist das erste Konzept-Smartphone von Oneplus - und dient dazu, die ausblendbare Kamera zu demonstrieren.

Ausblendbare Kamera von Oneplus - Hands on (CES 2020) Video aufrufen
Workflows: Wenn Digitalisierung aus 2 Papierseiten 20 macht
Workflows
Wenn Digitalisierung aus 2 Papierseiten 20 macht

Die Digitalisierung von Prozessen scheitert selten an der Technik. Oft ist es Unwissenheit über wichtige Grundregeln, die Projekte nach hinten losgehen lässt - ein wichtiges Change-Modell hilft dagegen.
Ein Erfahrungsbericht von Markus Kammermeier

  1. Digitalisierung Aber das Faxgerät muss bleiben!
  2. Arbeitswelt SAP-Chef kritisiert fehlende Digitalisierung und Angst
  3. Deutscher Städte- und Gemeindebund "Raus aus der analogen Komfortzone"

Dauerbrenner: Bis dass der Tod uns ausloggt
Dauerbrenner
Bis dass der Tod uns ausloggt

Jedes Jahr erscheinen mehr Spiele als im Vorjahr. Trotzdem bleiben viele Gamer über Jahrzehnte hinweg technisch veralteten Onlinerollenspielen wie Tibia treu. Woher kommt die anhaltende Liebe für eine virtuelle Welt?
Von Daniel Ziegener

  1. Unchained Archeage bekommt Parallelwelt ohne Pay-to-Win
  2. Portal Knights Computerspielpreis-Gewinner bekommt MMO-Ableger

Videostreaming: Was an Prime Video und Netflix nervt
Videostreaming
Was an Prime Video und Netflix nervt

Eine ständig anders sortierte Watchlist, ein automatisch startender Stream oder fehlende Markierungen für Aboinhalte: Oft sind es nur Kleinigkeiten, die den Spaß am Streaming vermiesen - eine Hassliste.
Ein IMHO von Ingo Pakalski

  1. Dispatch Open-Source-Krisenmanagement à la Netflix
  2. Videostreaming Netflix integriert Top-10-Listen für Filme und TV-Serien
  3. WhatsOnFlix Smartphone-App für bessere Verwaltung der Netflix-Inhalte

    •  /