Große Gym-Kette: Cyberangriff auf Basic-Fit betrifft eine Million Mitglieder
Die niederländische Fitnesskette Basic-Fit, die auch in Deutschland zahlreiche Fitnessstudios betreibt, ist Ziel eines Cyberangriffs geworden. Wie das Unternehmen in einer Mitteilung(öffnet im neuen Fenster) bestätigt, hat Basic-Fit einen unbefugten Zugriff festgestellt, bei dem persönliche Daten von Mitgliedern in die Hände des Angreifers gelangt sind. Europaweit sollen Daten von rund einer Million Nutzern betroffen sein.
Basic-Fit klärt auch in einer FAQ-Sektion auf seiner Website(öffnet im neuen Fenster) über den Vorfall auf. Zu den betroffenen Daten zählen demnach unter anderem E-Mail-Adresse, Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Postadresse, Rufnummer, Zahlungsdaten und ausstehende Mitgliedsbeiträge.
Hinzu kommen weitere für die interne Verwaltung genutzte Mitgliederdaten wie die Art der Mitgliedschaft, Besuchszeiten, IDs, Basic-Fit-Passnummern und Namen genutzter Mobilgeräte. Passwörter sollen hingegen explizit nicht betroffen sein. Wer hinter dem Angriff steckt und wie genau der Angreifer in die Systeme der Gym-Kette eindringen konnte, erklärt Basic-Fit jedoch nicht.
Rund eine Million Mitglieder betroffen
Betroffene wurden den Angaben zufolge per E-Mail über das Datenleck informiert. Ihnen empfiehlt Basic-Fit, in nächster Zeit im Hinblick auf mögliche Phishing-Versuche besonders wachsam zu bleiben. Einen Hinweis auf einen tatsächlichen Missbrauch der Daten gebe es noch nicht, betont das Unternehmen. Die Situation werde zudem zusammen mit externen Spezialisten weiterhin beobachtet.
Allein innerhalb der Niederlande sollen laut Pressemitteilung rund 200.000 Personen betroffen sein. Ein Basic-Fit-Sprecher sagte (öffnet im neuen Fenster) mehreren Medienportalen(öffnet im neuen Fenster) ergänzend, dass insgesamt rund eine Million Mitglieder betroffen seien, darunter neben jenen aus den Niederlanden auch solche aus Belgien, Luxemburg, Frankreich, Spanien und Deutschland.
Basic-Fit versichert, den Vorfall an die zuständige Datenschutzbehörde gemeldet zu haben. Einen Anlass für eine Entschädigung betroffener Mitglieder sieht das Unternehmen allerdings nicht. Auch stelle der Angriff "keinen Grund für eine vorzeitige Kündigung" dar, betont der Gym-Betreiber in seinen FAQ. Basic-Fit verfügt nach eigenen Angaben europaweit über mehr als 2.150 Fitness-Clubs sowie über 5,8 Millionen Mitglieder.
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