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Große Chinesische Enzyklopädie: China erstellt eigene Online-Enzyklopädie

Die Wikipedia bekommt Konkurrenz. Die chinesische Regierung lässt eine eigene Online-Enzyklopädie erstellen - mit wissenschaftlichem Anspruch und großem Aufwand.

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Chinesische Schriftrolle aus dem 11. Jahrhundert (Symbolbild): 20.000 Autoren aus Universitäten und Forschungseinrichtungen
Chinesische Schriftrolle aus dem 11. Jahrhundert (Symbolbild): 20.000 Autoren aus Universitäten und Forschungseinrichtungen (Bild: Princeton University Art Museum Huang Tingjian)

Eine eigene Online-Enzyklopädie für das Reich der Mitte: Die chinesische Regierung lässt derzeit ein neues eigenes Lexikon im Internet erstellen. Die dritte Ausgabe der Großen Chinesischen Enzyklopädie sei derzeit das größte Publikationsprojekt des Landes, berichtet die Hongkonger Tageszeitung South China Morning Post.

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Die Enzyklopädie soll mehr als 300.000 Einträge erhalten. Sie sollen aus rund 100 verschiedenen Themenbereichen kommen und jeweils etwa 1.000 Wörter umfassen. An dem Projekt beteiligen sich mehr als 20.000 Autoren von Universitäten und Forschungseinrichtungen.

Die chinesische Wikipedia ist nur teilweise abrufbar

Es gibt eine chinesische Ausgabe der Wikipedia, die etwa 940.000 Artikel umfasst. Zum Vergleich: Die deutsche Ausgabe hat über zwei Millionen Einträge, die englischsprachige knapp 5,4 Millionen. Daneben betreiben einige der großen Webanbieter eigene Online-Enzyklopädien, wie die Baidu Baike der Suchmaschine Baidu.

Der Zugang zur chinesischen Wikipedia ist teilweise beschränkt. Viele Artikel, vor allem aus den Bereichen Wissenschaft und Technik, sind abrufbar, Einträge wie etwa um den Dalai Lama hingegen nicht.

Wissen gegen Barbarei

Das Projekt der Großen Chinesischen Enzyklopädie geht zurück auf die späten 1970er Jahre unter dem Eindruck der Kulturrevolution: Die Idee war damals, den Bürgern Wissen nahezubringen, damit sich so etwas wie die Kulturrevolution nicht mehr wiederhole. Die erste Ausgabe bestand aus 74 gedruckten Bänden und war 1993 fertig. Allerdings war sie unter staatlicher Aufsicht entstanden. Eine zweite, umfangreichere Ausgabe erschien im Jahr 2009.

Ziel der Enzyklopädie ist, die wissenschaftlichen und technischen Entwicklungen sowie das historische und kulturelle Erbe Chinas zu präsentieren. Da es ein offizielles Projekt ist, soll es zudem die Werte des Sozialismus transportieren, wie Bai Chunli, Chef der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, kürzlich in einem Vortrag sagte.

Das Projekt wurde bereits 2011 von der Regierung beschlossen, die Arbeiten haben aber erst vor Kurzem begonnen. Die Enzyklopädie soll im Laufe des kommenden Jahres online gehen.



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schnedan 04. Mai 2017

stimmt, die Chinesen sind schuld wenn aus Deutschland keiner mitbieten wollte oder eben...

Hakuro 03. Mai 2017

Das ist grundsätzlich richtig, ändert aber nichts daran, dass zwischenzeitlich die...

__destruct() 03. Mai 2017

Ne, in der Türkei wird ersatzlos gestrichen. Nur das Unterbinden jeglicher Bildung führt...

__destruct() 02. Mai 2017

Die Wikipedia ist nicht nur eine Enzyklopädie. Die Wikipedia ist ein kollektiv...

NilsP 02. Mai 2017

Orwell war 1948 nicht der erste, hat's aber auf den Punkt gebracht: kontrolliere die...


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