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Großbritannien: Vodafone und Hutchison legen Netze zusammen

In Großbritannien soll nach der Fusion von Vodafone und Three der größte Netzbetreiber entstehen, eine Genehmigung steht noch aus.
/ Marius Pieruschka
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Vodafone-Store in Großbritannien (Bild: Vodafone)
Vodafone-Store in Großbritannien Bild: Vodafone

Vodafone UK und Three UK haben sich nach monatelangen Verhandlungen auf eine Fusion geeinigt. Nach dem Zusammenschluss entsteht der größte Netzbetreiber in Großbritannien. Vodafone wird 51 Prozent des neuen Unternehmens besitzen, während auf Hutchison 49 Prozent entfallen.

CK Hutchison ist ein Konzern aus China, der unter der Marke Three Netze in verschiedenen Ländern betreibt. Hierzu gehören neben Großbritannien Länder wie Österreich, Dänemark oder Schweden.

Der neue Netzbetreiber soll 99 Prozent der Bevölkerung mit 5G erreichen. Bis zum Jahr 2034 sollen Kunden von einer Steigerung der durchschnittlichen Übertragungsrate um das Sechsfache profitieren. Das neue Unternehmen kündigte an, in den kommenden zehn Jahren 11 Milliarden Pfund zu investieren. Es soll eines der modernsten 5G-Netze in Europa entstehen.

Zusammenschluss bedarf der Genehmigung durch die CMA

Noch ist die Fusion von Vodafone UK und Three UK nicht endgültig, der Zusammenschluss erfordert eine Genehmigung durch den britischen Wettbewerbsbehörde CMA. Laut einem Bericht der BBC(öffnet im neuen Fenster) könnte ein solches Genehmigungsverfahren bis zu 18 Monate dauern.

Die BBC gab zugleich einen Einblick, wie der Markt nach einer möglichen Fusion aussehen würde. Vodafone und Three hätten zusammen 27 Millionen Kunden, auf dem zweiten Platz stünde Virgin Media o2 mit 24 Millionen Kunden. EE wäre die Nummer drei mit 20 Millionen Kunden.

Seit Oktober 2022 verhandeln Vodafone UK und Hutchison über einen Zusammenschluss. Anfang Juni 2023 hieß es aus Insiderkreisen , beide Unternehmen stünden kurz vor einer Einigung, was nun offiziell bestätigt wurde.

Die Fusion wäre ein Erfolg für die neue Vodafone-Vorsitzende Margherita Della Valle. Die Italienerin steht unter Druck, Vereinbarungen in wichtigen Märkten abzuschließen. Folglich hob sie in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) die Vorteile einer Fusion hervor. Der Zusammenschluss sei "großartig für die Kunden, großartig für das Land und großartig für den Wettbewerb" .


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