Großbritannien: Vodafone führt wieder Roaming-Gebühren ein
Auch Vodafone wird in Großbritannien wieder Roaminggebühren einführen. Das gab der Netzbetreiber bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Ab Januar 2022 sollen die Gebühren für neue Kunden und Kunden erhoben werden, die ihren Vertrag verändern. Zuvor führte bereits der führende britische Mobilfunkbetreiber EE Roaminggebühren wieder ein.
Der Chef von Vodafone UK, Ahmed Essam, sagte, die Mehrheit seiner Kunden seien keine regulären Roaming-Nutzer, weniger als die Hälfte nutzten Roaming im Jahr 2019 außerhalb Irlands – und sie zahlten für etwas, das sie nicht nutzten. "Wir halten es daher für fairer, den Menschen mehr Wahlmöglichkeiten zu geben, wofür sie bezahlen, sich für einen Preisplan zu entscheiden, der kostenloses Roaming beinhaltet, oder für Roaming nur zu bezahlen, wenn sie Roaming betreiben" , verteidigte Essam die Preiserhöhung.
Roaming in der Republik Irland bleibe für alle Kunden inklusiv. Die Gebühren gelten für alle Vodafone-Kunden, die ihren Vertrag ab dem 11. August 2021 abschließen oder ändern, wobei die Gebühren ab dem 6. Januar 2022 kassiert werden. Die Kosten hängen vom jeweiligen Tarif ab, aber die meisten Kunden zahlen 2 Pfund pro Tag, um ihr UK-Kontingent für Anrufe, SMS und Daten in Europa zu nutzen, oder 1 Pfund pro Tag, wenn der Zugang in Paketen für acht oder 15 Tage gekauft wird.
Freies Roaming im Brexit nicht geschützt
Bei EE fallen für neue Verträge ab dem 7. Juli wieder Gebühren für Telefonate, SMS und Datennutzung im europäischen Ausland an. Ab dem kommenden Jahr müssen neue EE-Kunden pro Tag 2 Pfund (2,33 Euro) zahlen, wenn sie ihr Mobiltelefon in EU-Staaten und einigen anderen europäischen Ländern nutzen wollen.
Die Roaming-Gebühren wurden im Jahr 2017 in der Europäischen Union vollständig abgeschafft, wodurch Urlauber und Geschäftsreisende die zusätzlichen Gebühren sparen. Das gebührenfreie Roaming war jedoch im Brexit-Abkommen, das Großbritannien mit der EU unterzeichnet hatte, nicht geschützt.
Alle großen Betreiber betonten nach dem Brexit-Referendum, sie hätten keine Pläne, die Gebühr wieder einzuführen.
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