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Großbritannien: Telefónica will O2 mit anderem Netzbetreiber verschmelzen

Ein Zusammengehen von O2 und Virgin Media wird den Markt in Großbritannien verändern und bringt dem Mobilfunkbetreiber dort ein Festnetz.

Artikel veröffentlicht am ,
Das britische O2
Das britische O2 (Bild: Leon Neal/Getty Images)

Telefónica führt Gespräche mit dem US-Konzern Liberty Global über eine Fusion von O2 und Virgin Media in Großbritannien. Das berichtet die britische Financial Times unter Berufung auf eine Stellungnahme des spanischen Konzerns. Man befände sich mit Liberty Global, dem Eigentümer von Virgin Media, in einer "Verhandlungsphase", eine Einigung sei nicht garantiert.

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Nach Angaben von Personen mit direkter Kenntnis der Situation gegenüber der Financial Times könnte jedoch zum Ende dieser Woche ein Vertrag angekündigt werden, da die beiden Unternehmen bereits Details eines geplanten 50:50-Joint-Ventures herausarbeiten. Liberty Global bereitet sich darauf vor, Telefónica einen Ausgleich zum Wert der beiden Firmen zu zahlen.

Laut dem Deutsche-Bank-Analysten Robert Grindle könnte Liberty Global Telefónica zwischen 5 und 7,5 Milliarden Pfund zusagen, um die Nettoverschuldung von 12 Milliarden Pfund auszugleichen, die Virgin Media belastet. Die Bank bewertet laut Financial Times Virgin Media mit 15,5 Milliarden Pfund und O2 mit 11 Milliarden Pfund.

Die Verhandlungen werden von Mike Fries, Chef von Liberty Global, und José María Álvarez-Pallete, Vorsitzender der Telefónica, geführt.

Virgin Media besitzt und betreibt ein eigenes Glasfaserkabelnetz in Großbritannien, das eine Fibre-To-The-Cabinet-Topologie hat. Virgin Mobile Telecoms ist ein in Großbritannien ansässiger Mobile Virtual Network Operator (MVNO) ohne eigenes Netz.

Liberty Global löst sich auf

Liberty Global, das vom US-Milliardär John Malone kontrolliert wird, trennt sich zunehmend von seinen europäischen Netzbetreibern: In Österreich hat Liberty Global im Dezember 2017 den Kabelnetzbetreiber UPC Austria für 1,9 Milliarden Euro an die Deutsche Telekom verkauft. Im Mai 2018 hatte Vodafone mit Liberty Global vereinbart, deren Kabelnetze in Deutschland, der Tschechischen Republik, Ungarn und Rumänien für einen Preis von 18,4 Milliarden Euro zu übernehmen. Das niederländische Kabelgeschäft wurde mit dem Mobilfunkgeschäft von Vodafone zu VodafoneZiggo zusammengeführt. VodafoneZiggo ist ein kombiniertes Mobilfunk- und TV-Kabelnetzunternehmen. Liberty Global hat auch versucht, seinen Schweizer Geschäftsbereich an Sunrise zu verkaufen, doch der Vertrag kam nicht zustande.

Virgin Media könnte seine Verluste im Falle eines Vertrags mit Telefónica gegen die Gewinne von O2 verrechnen.

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asa (Golem.de) 04. Mai 2020

Ja war blöd formuliert, habe es geändert danke


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