NSC: Großbritannien lässt Huawei im 5G-Netz zu
Die britische Regierung unter Boris Johnson hat trotz des hohen Drucks der USA den Einsatz von Huawei-Technologie im britischen 5G-Netz genehmigt, den chinesischen Konzern jedoch auf einen Marktanteil von 35 Prozent beschränkt und vom Core ausgeschlossen. Das berichtet die Financial Times(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Beteiligte. Die einstimmige Entscheidung wurde auf einer Sitzung des National Security Council (NSC) am Dienstag getroffen, trotz wiederholter Warnungen aus den USA, die jedoch keine Belege für Hintertüren in Huawei-Netzwerkausrüstung vorlegen konnten.
Als Zugeständnis an die US-Regierung haben sich die Minister jedoch darauf geeinigt, innerhalb der Five-Eyes-Allianz, der auch die USA, Australien, Kanada und Neuseeland angehören, alternative Telekommunikationsausrüster zu entwickeln. Das ultimative Ziel sei, "keine Anbieter mit hohem Risiko im System zu haben" .
Der NSC, der sich für 1 Stunde und 20 Minuten traf, legte auch fest, dass Huawei von sensiblen Standorten wie Atomkraftwerken und Militärstützpunkten ausgeschlossen wird. Digitalisierungsministerin Nicola Morgan sagte, erstklassige Konnektivität dürfe "nicht auf Kosten unserer nationalen Sicherheit gehen" . Anbieter mit hohem Risiko seien noch nie Zulieferer zu sensibelsten Netzwerken gewesen und würden es auch nie sein.
Huaweis Vice President Victor Zhang erklärte(öffnet im neuen Fenster) : "Huawei ist beruhigt von der Bestätigung der britischen Regierung, dass wir weiterhin mit unseren Kunden zusammenarbeiten können, um die 5G-Einführung auf Kurs zu halten." Der Konzern teile die Ansicht, dass Vielfalt und fairer Wettbewerb auf dem Anbietermarkt essentiell für Netzwerkzuverlässigkeit und Innovation seien.
Aber eine eingeschränkte Rolle für Huawei könnte handelsrechtlich nicht haltbar sein. Außereuropäische Mobilfunkausrüster könnten nicht derart beschränkt werden, hatte der WTO-Experte (World Trade Organization), Hosuk Lee-Makiyama, zu einem Vorstoß der deutschen CDU erklärt . "Solche quantitativen Beschränkungen sind offensichtliche Verstöße gegen die WTO. Es sei denn, Deutschland kann nachweisen, dass es sich im Krieg mit China befindet."
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