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Großbritannien: Datenleck bei Kindergarten-Überwachungskameras

Eine Sicherheitslücke in einem Überwachungssystem für Kindergärten erlaubte Dritten den Zugriff auf die Kameras.
/ Moritz Tremmel
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Kindergarten aus der Überwachungsperspektive (Bild: Cesar Manso/AFP via Getty Images)
Kindergarten aus der Überwachungsperspektive Bild: Cesar Manso/AFP via Getty Images

Über ein Nurserycam genanntes Überwachungssystem können britische Eltern ihre Kinder im Kindergarten oder in der Kita beobachten. Durch ein Datenleck konnten jedoch obendrein Dritte auf die Überwachungskameras zugreifen. Das Überwachungssystem wurde nun aus Sicherheitsgründen deaktiviert.

Bereits am Freitagabend sei der Hersteller von Nurserycam auf den Sicherheitsvorfall aufmerksam geworden, berichtet die BBC(öffnet im neuen Fenster). Demnach konnten Dritte über eine Sicherheitslücke die Kontodaten der Eltern auslesen – darunter die Nutzernamen, SHA1-gehashte Passwörter, Namen und E-Mail-Adressen. Laut dem Onlinemagazin The Register(öffnet im neuen Fenster) handelt es sich dabei um 12.000 Betroffene.

Nurserycam hat viele Sicherheitsprobleme

Listen mit den Daten der Betroffenen wurden sowohl The Register als auch dem Sicherheitsberater Andrew Tierney, der bereits zuvor in einen öffentlichen Streit mit dem Unternehmen verwickelt war, zugespielt. Dieser warf dem Unternehmen vor, dass von ihm entdeckte Probleme bei Nurserycam heruntergespielt wurden.

Auch Nurserycam selbst wurde offensichtlich über die aktuelle Sicherheitslücke informiert: "Die Person, die die Schwachstelle entdeckt hat, hat bisher verantwortungsvoll gehandelt", sagte die Direktorin von Nurserycam, Melissa Kao, der BBC. Diese habe erklärt, in der Absicht zu handeln, die allgemeinen Standards sowie die Sicherheitsmaßnahmen bei Nurserycam zu erhöhen. Nurserycam hat das System nach eigenen Angaben abgeschaltet und die Betroffenen sowie den Datenschutzbeauftragten informiert.

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Auch Kunden der Mutterfirma von Nurserycam berichten laut The Register von Sicherheitsproblemen: So sei es über die Änderung von Parametern in der URL möglich gewesen, auf die Daten von anderen Kunden zuzugreifen. Auch sei es über einen ungeschützten FTP-Server möglich gewesen, auf Verifikationsvideos zuzugreifen.

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