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Großbatterien stabilisieren Stromnetze.
Großbatterien stabilisieren Stromnetze. (Bild: Steag)

Großbatterien: Sechs 15-Megawatt-Anlagen sollen deutsches Stromnetz sichern

Großbatterien stabilisieren Stromnetze.
Großbatterien stabilisieren Stromnetze. (Bild: Steag)

Die unregelmäßige Einspeisung von Wind- und Solarstrom sorgt für gefährliche Schwankungen, die zum Zusammenbruch des Stromnetzes führen können. Riesige Akkus liefern sekundenschnell Strom oder speichern ihn, wenn es ernst wird.
Von Wolfgang Kempkens

Gleich sechs Großbatterien, die mit einer Leistung von jeweils 15 Megawatt größer sind als jede andere deutsche Anlage zur Stabilisierung des Stromnetzes, hat der Essener Kraftwerksbetreiber Steag in Betrieb genommen. Sie haben eine Kapazität von nahezu 90 Megawattstunden. Theoretisch könnten sie eine Stunde lang mehr als 300.000 Durchschnittshaushalte mit Strom versorgen.

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Doch dafür sind sie nicht gedacht. Sie sollen kurzfristige Schwankungen ausgleichen, die durch die unregelmäßige Einspeisung von Wind- und Solarstrom verursacht werden. Von Meteorologen prognostizierte Ereignisse wie Flauten oder wolkenloser Himmel werden durch An- oder Abfahren von Kraftwerken aufgefangen: Bei strahlendem Sonnenschein werden konventionelle Kraftwerke herunter-, bei Flauten hochgefahren.

Kleinere Schwankungen müssen dagegen von Pumpspeicherkraftwerken, die es vor allem in bergigen Regionen wie Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen gibt, und Batterien aufgefangen werden. Da die weitaus meisten Windenergieanlagen weitab von diesen Standorten laufen, sind Pufferspeicher vor allem in Regionen wichtig, in denen es keine Pumpspeicherkraftwerke gibt.

Kohle- und Kernkraftwerke als Stabilisatoren

Wenn das Stromangebot mit dem -verbrauch nicht übereinstimmt, verändert sich die Stromfrequenz, die normalerweise 50 Hertz beträgt. Wird die Abweichung zu groß, destabilisiert sich das Netz und bricht letztlich zusammen. Es kann Stunden oder gar Tage dauern, ehe das behoben ist. Noch werden kleine Schwankungen von Kohle- und Kernkraftwerken aufgefangen. Deren gewaltige Turbogeneratoren laufen mal ein bisschen schneller, mal ein bisschen langsamer, je nach Belastung des Netzes. Sie gleichen Schwankungen im Stromnetz aufgrund ihrer Massenträgheit aus. Diese Möglichkeit entfällt, je mehr Anlagen dieser Art stillgelegt werden.

Fürstliche Vergütungen

Steag hat 100 Millionen Euro in die sechs Batterien gesteckt, die in den Ruhrgebietsstädten Lünen, Herne und Duisburg sowie in Bexbach, Fenne und Weiher (Saarland) stehen. Das ist für Anlagen dieser Größe beinahe ein Spottpreis. Das liegt daran, dass die Elektro-Infrastruktur bereits vorhanden war. An allen Standorten befinden sich Kohlekraftwerke.

In Fenne hat Steag bereits geübt. 2014 nahm das Unternehmen dort eine Ein-Megawatt-Anlage in Betrieb, die ebenfalls so genannte Regelenergie liefert. Steag erwartet, dass sich die Investition lohnt, denn die Netzbetreiber, die für die Stabilität zuständig sind, zahlen fürstliche Vergütungen, sowohl für die Bereitstellung von Strom, wenn kurzfristig Mangel herrscht, als auch für die Abnahme von Überschüssen. Das können schon mal zehn oder gar 100 Euro pro Megawattstunde sein. Außerdem gibt es eine Grundvergütung.

Leistungs-Rekordhalter war bisher eine Zehn-Megawatt-Batterie im brandenburgischen Feldheim, die eine Kapazität von zehn Megawattstunden hat. Jeweils fünf Megawatt und ebenso viele Megawattstunden stellen Großakkus in Aachen, Neuhardenberg in Brandenburg und Schwerin bereit. Dazu kommen mehrere kleinere Anlagen mit bis zu zwei Megawatt (meist zwei Megawattstunden).

Elektroautos und Solarbatterien sollen einspringen 

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Phone 13. Dez 2016

Hier geht es doch nicht darum etwas zu ändern sondern um Panik zu generieren. Klar hab...

Komischer_Phreak 10. Dez 2016

Es wird aber immer noch nicht ausschließlich Solarstrom verwendet. Solarstrom ist dafür...

LinuxMcBook 08. Dez 2016

Wollte den Artikel zuerst gar nicht lesen, weil mich das Stromnetz in GB nicht sonderlich...

mxcd 08. Dez 2016

Fussballfeldbeleuchtungsstunde (Fbfh) ist wirklich mal ein sinnvoller Vorschlag für eine...

timo.w.strauss 08. Dez 2016

zu solchen Schwungrädern gab es hier schon mal einen Artikel, einfach mal raussuchen...



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