Großauftrag an MAN: Bahn kauft nur wenige Elektrobusse bei BYD

Die Deutsche Bahn will in den kommenden Jahren vor allem bei dem Münchner Hersteller MAN vollelektrische Busse kaufen. In den Jahren 2027 bis 2032 solle das Unternehmen 95 Prozent der geplanten 3.300 Solo- und Gelenkbusse liefern, teilte die Bahn am 13. Dezember 2025 mit(öffnet im neuen Fenster) . Ein "erheblicher Anteil" der zu liefernden Stadtbusse sei vollelektrisch, ergänzte MAN(öffnet im neuen Fenster) .
Zuvor hatte der Spiegel berichtet , dass die Bahn den chinesischen Hersteller BYD als Hauptlieferanten für die Elektrobusse ausgewählt habe. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) kritisierte die angebliche Vergabe als "schlechten Scherz" .
Der Mitteilung der Bahn zufolge soll BYD jedoch nur eine kleinere Flotte von E-Überlandbussen aus seiner Produktion in Ungarn liefern. Dies mache fünf Prozent der Gesamtbestellung aus, hieß es. Rechnerisch entspricht das 165 Fahrzeugen. Das gesamte Auftragsvolumen für die 3.300 Busse liegt bei mehr als einer Milliarde Euro.
Genaue Zahl der E-Busse unklar
Wie viele Elektrobusse MAN liefert, geht aus den Mitteilungen nicht hervor. Die Bahn schließt zudem noch nachrangige Rahmenverträge mit den Herstellern Iveco, Scania, Daimler Buses und Zhongtong ab, um die Verfügbarkeit neuer Fahrzeuge abzusichern.
Die Busse mit Verbrennerantrieb sollen zumindest einen Hybridantrieb nutzen, bei dem ein Elektromotor das Anfahren und Beschleunigen unterstützt sowie beim Bremsen Strom rekuperiert. Die Fahrzeuge könnten zudem alternative Kraftstoffe wie wasserstoffbehandelte Pflanzenöle (HVO) tanken und erfüllten die Anforderungen der Euro-6e-Norm, erklärte die Bahn.
Für die E-Busse garantierten die Hersteller Reichweiten von mehr als 300 Kilometern ohne Nachladen über die gesamte Nutzungsdauer. Alle Busse bieten den Angaben zufolge USB-Anschlüsse an den Sitzen, um Endgeräte aufzuladen.