Groovy Gorilla: Ubuntu 20.10 erscheint mit Nftables als Firewall

Die aktuelle Version der Linux-Distribution Ubuntu kommt zudem mit einem neuen Desktop-Image für den Raspberry Pi 4 und vielen Paketupdates.

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Ubuntu 20.10 alias Groovy Gorilla ist erschienen.
Ubuntu 20.10 alias Groovy Gorilla ist erschienen. (Bild: ISAAC KASAMANI/AFP via Getty Images)

Der Linux-Distributor Canonical hat die aktuelle Version Ubuntu 20.10 alias Groovy Gorilla veröffentlicht. Die Version bekommt keine Langzeitpflege, sondern wird lediglich neun Monate lang mit Updates versorgt. Als Neuerungen enthält die Version vor allem die üblichen und erwartbaren Paketaktualisierungen.

Inhalt:
  1. Groovy Gorilla: Ubuntu 20.10 erscheint mit Nftables als Firewall
  2. Neues Desktop-Image für den Raspberry Pi 4

Eine der wohl grundlegendsten Änderungen am System mit der neuen Version betrifft das Firewall-Backend. Hier setzt Canonical auf die Nutzung von Nftables statt der bisher genutzten Iptables. Nftables ist bereits seit mehr als sechs Jahren im Linux-Kernel enthalten, die Verbreitung und Nutzung innerhalb der Linux-Distributionen wächst seitdem aber nur langsam.

Ubuntu folgt mit diesem Schritt wie so oft prinzipiell den Veränderungen des Debian-Systems, mit dem sich Ubuntu immer noch viele Pakete und Eigenheiten teilt. So nutzt das aktuelle Debian 10 alias Buster bereits Nftables als Standard-Backend. Während Debian aber etwa die Nutzung von Firewalld als Frontend empfiehlt, setzt Ubuntu aber weiter auf seine eigene Implementierung UFW.

Linux 5.8 als Kernel

Die Basis von Groovy Gorilla bildet der Linux-Kernel in Version 5.8. Zu den Neuerungen im Verglich zur Ubuntu-Version 20.04 gehören bei dem neuen Kernel unter anderem die Unterstützung für USB4, ein verbessertes Btrfs-Raid, Unterstützung für Power10 von IBM, ASPM-Support für einige bestimmte PCIe-Geräte sowie das sogenannte Thermal Pressure Tracking, das die CPU-Auslastung durch eine bessere Temperaturkontrolle verbessern soll.

Offiziell unterstützt werden nun mit dem Standard-Kernel von Ubuntu auch die Gen11- (Ice Lake) und Gen12-GPUs (Tiger Lake) von Intel. Nicht in den Ubuntu-Kernel geschafft hat es die Unterstützung für AMDs kommende Radeon-GPUs alias Big Navi. Diese haben die Upstream-Maintainer erst in Linux 5.9 eingepflegt, so dass erst auf den Ubuntu-Kernel in Version 5.8 zurückportiert werden müsste. Ob dies geschieht, ist derzeit noch unklar. Die Userspace-Treiber aus dem Mesa-Projekt im aktuellen Ubuntu unterstützen die kommenden AMD-Grafikkarten bereits, zu deren einfacher Nutzung muss dann also nur der Ubuntu-Kernel aktualisiert werden.

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Neues Desktop-Image für den Raspberry Pi 4 
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