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Uber bekommt offenbar juristische Probleme.
Uber bekommt offenbar juristische Probleme. (Bild: Kai Pfaffenbach/Reuters)

Greyball-Affäre: US-Behörden prüfen Ermittlungen gegen Uber

Uber bekommt offenbar juristische Probleme.
Uber bekommt offenbar juristische Probleme. (Bild: Kai Pfaffenbach/Reuters)

Uber kommt nicht zur Ruhe: Zu den vielen Problemen des Fahrdienst-Vermittlers kommen Ermittlungen des US-Justizministeriums hinzu. Uber narrte Behörden-Mitarbeiter, die das Unternehmen bei Regelverstößen erwischen wollten.

Der Versuch von Uber, amerikanische Behörden-Kontrolleure mit einer Manipulation seiner App reinzulegen, könnte für den Fahrdienst-Vermittler ein juristisches Nachspiel haben. Das US-Justizministerium prüfe den Fall, auch wenn die Ermittlungen noch in einem frühen Stadium seien, berichteten New York Times, Washington Post und das Wall Street Journal in der Nacht zum Freitag.

Behörden verlangen Auskünfte zu Greyball-Software

Bei Uber seien Informationen zum Einsatz der sogenannten Greyball-Software eingefordert worden. Mit dem Programm manipulierte Uber die Anzeige von verfügbaren Wagen in Städten, wo der Fahrdienst gegen geltende Beförderungsregeln verstößt. Zur üblichen Vorgehensweise der Kontrolleure gehört es, Fahrten zu buchen, um Uber auf frischer Tat zu erwischen.

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Die Software identifiziert anhand von Standortdaten, Kreditkarteninformationen und Social-Media-Aktivitäten Behördenmitarbeiter. Diese können anschließend über die Uber-App kein Fahrzeug buchen. So wurden beispielsweise fiktive Fahrzeuge in der App angezeigt, die nicht gebucht werden konnten.

Uber will Greyball nicht mehr gegen Behörden einsetzen

Uber erklärte nach den Enthüllungen, die Software solle nicht mehr gegen Behörden-Mitarbeiter eingesetzt werden. Manchmal sei sie aber nötig, zum Beispiel, um das Geschäft vor Sabotage durch Konkurrenten zu schützen.

Der Fahrdienst-Vermittler gerät seit Monaten immer wieder in Negativ-Schlagzeilen. Nach Enthüllungen einer Software-Entwicklerin wird intern geprüft, ob die Firmenkultur frauenfeindlich und diskriminierend ist. Mitgründer und Chef Travis Kalanick musste zudem versprechen, erwachsener zu agieren, nachdem er bei einem Wortgefecht mit einem Uber-Fahrer, der sich über die schlechte Bezahlung beschwert hatte, gefilmt worden war.

Die Google-Schwesterfirma Waymo wirft Uber vor Gericht den Einsatz gestohlener Roboterwagen-Technologie vor. Hinzu kommen die fortlaufenden Milliardenverluste, mit denen Uber für das rasante internationale Wachstum bezahlt.


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