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Gremium für Cyber Security: AMD, Intel und Rüstungskonzerne forschen gemeinsam

Die beiden großen Prozessorhersteller AMD und Intel sowie Lockheed Martin, Honeywell und die RSA haben die "Cyber Security Research Alliance" (CSRA) gegründet. Um Virenscanner und dergleichen geht es nicht, sondern um Gefahrenabwehr auf nationaler Ebene.
/ Nico Ernst
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Die Vorhaben der CSRA (Bild: CSRA)
Die Vorhaben der CSRA Bild: CSRA

Mit einem ausdrücklichen Bezug auf Barack Obama kündigt die CSRA ihre Gründung an(öffnet im neuen Fenster) . Der US-Präsident, so das Gremium, habe Cybersicherheit als eine der größten Bedrohungen bezeichnet , und folglich müsse es auch mehr Zusammenarbeit zwischen der Privatwirtschaft und Behörden geben – die sogenannten "public private partnerships".

Auch die CSRA soll eine solche öffentlich-private Partnerschaft werden, die Gründungsmitglieder sind AMD, Intel, Lockheed Martin, Honeywell und EMC/RSA. Wie aus der FAQ des Gremiums(öffnet im neuen Fenster) zu entnehmen ist, kostet die Mitgliedschaft ab 15.000 US-Dollar, für einen Sitz im Aufsichtsrat sind 60.000 US-Dollar zu bezahlen. Der erste Präsident des Gremiums ist Lee Holcomb, Abteilungsleiter für die Sicherheit von Informationstechnologie bei Lockheed Martin.

Was genau die Chiphersteller und Rüstungskonzerne erforschen wollen, wird wie stets bei militärischen Projekten geheim gehalten. Die CSRA spricht bisher(öffnet im neuen Fenster) nur sehr allgemein von einer Beobachtung von auch akademischen Entwicklungen und dem Technologietransfer der beteiligten Unternehmen.

Erste Konferenz Anfang 2013

Als erste öffentlich sichtbare Aktivität will die CSRA in Zusammenarbeit mit dem US-Normierungsgremium NIST Anfang 2013 eine Konferenz zur Cybersicherheit abhalten. Einen Termin dafür gibt es noch nicht, ebenso hat das Konsortium noch nicht zu Vorschlägen für Vorträge aufgerufen.

Dass ausgerechnet die beiden größten Hersteller von x86-Prozessoren zu den Gründungsmitgliedern der CSRA gehören, ist nur auf den ersten Blick überraschend. Sowohl AMD als auch Intel liefern vor allem ihre Embedded-CPUs auch an die Hersteller von Rüstungsgütern. Während AMD das nicht öffentlich dokumentiert, weist Intel zumindest auf seinen Produktseiten(öffnet im neuen Fenster) darauf hin.


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