Probleme auch beim Datenschutz
Auch mit dem Schutz der Privatsphäre nahmen es die abgemahnten Firmen den Verbraucherschützern zufolge nicht so genau. Sie speicherten demnach Cookies für Werbe- und Analysezwecke auf den Geräten der Kunden, ohne dafür zuvor die erforderliche Einwilligung einzuholen. Ein Unternehmen setzte die umstrittenen Browserdateien dem VZBV zufolge sogar ein, obwohl Nutzer dies ausdrücklich abgelehnt hatten.
Zwei der drei abgemahnten Shop-Betreiber hätten eine Unterlassungserklärung abgegeben und ihre Webseite überarbeitet, teilte der Verband mit. Gegen den in den Niederlanden ansässigen dritten Marktplatz habe man Klage erhoben.
UFC-Que Choisir machte bei Back Market vergleichbare Praktiken aus. Der in 13 Staaten inklusive Deutschland aktive Händler versäumte es zudem, die Servicegebühren, die er den Verbrauchern systematisch in Rechnung stellt, in die Produktpräsentation aufzunehmen.
Darüber hinaus bietet Back Market laut den französischen Verbraucherschützern eine vertragliche Garantie von 12 Monaten an und suggeriert damit einen erheblichen Vorteil. Tatsächlich sei gesetzlich aber eine 24-monatige Gewährleistungsfrist auch für generalüberholte Produkte vorgeschrieben, heißt es.
UFC-Que Choisir erklärte, man fördere einen verantwortungsvollen Konsum und ermutige alle, sich für Umweltschutz einzusetzen. Unter diesem Gesichtspunkt sei eine Wiederaufbereitung ein Fortschritt. Die Kreislaufwirtschaft dürfe aber nicht "unter Missachtung der Verbraucherrechte" betrieben werden.
Refurbished ist vor allem bei jungen Nutzern Thema
Der Kauf gebrauchter beziehungsweise generalüberholter Apparate gilt beim Verband der Elektro- und Digitalindustrie ZVEI noch als Nischenthema, gerade bei Haushaltsgeräten. Immerhin 42 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage gaben voriges Jahr aber an, schon ein Elektronikprodukt auf dem Zweitmarkt erworben zu haben. Am häufigsten traf dies auf wiederaufbereitete Smartphones (49 Prozent) und Computer beziehungsweise Laptops (33 Prozent) zu. 28 Prozent haben bereits ein schon benutztes TV-Gerät erworben.
Jüngere Verbraucher machen laut der Studie beim Refurbished-Trend deutlich häufiger mit als ältere: 63 Prozent der unter 35-Jährigen haben bereits auf dem Zweitmarkt gekauft. Tendenziell kann sich über ein Drittel aller Befragten vorstellen, künftig einmal ein gebrauchtes Gerät zu erwerben.
Das könnte laut dem Verband "mit dem steigenden Bewusstsein der Gesellschaft in Sachen Nachhaltigkeit" in Zukunft noch mehr werden. Die Umfrage fand im März 2021 unter 1.528 Personen in Deutschland statt. Auch laut dem Digitalverband Bitkom tut sich der Refurbished-Markt noch schwer.
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| Greenwashing: Verbraucherschützer mahnen Refurbished-Marktplätze ab |
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Danke
Exklusive Produkte und der Website steht ganz oben »Free Shipping!«. Genau mein Humor *g
Mir geht da eher sowas auf den Geist: Autowerbung: Man fährt mit dem Wagen völlig...
Individuelle Lösung: Zurückschicken. Generelle Lösung: Verfall genau dokumentieren und...