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Greenpeace-Studie: Amazons Cloud-Dienste nutzen sehr viel Kohle- und Kernkraft

Während Konzerne wie Apple, Facebook oder Google sehr viel Aufwand in die Nutzung erneuerbarer Energien investieren, nutzt Amazon für seine Cloud-Dienste immer noch hauptsächlich Kohle- und Atom-Strom. Greenpeace findet das "besonders schlecht".

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Besonders schlecht für die Umwelt: Kohlekraftwerke
Besonders schlecht für die Umwelt: Kohlekraftwerke (Bild: glasseyes views, flickr.com (Zuschnitt)/CC-BY-SA 2.0)

In einem aktuellen Ranking der Umweltschutzorganisation Greenpeace zum Energiebedarf von "insgesamt 15 der weltweit führenden Cloud-Computing- und Colocation-Anbieter" schneidet die Cloud-Dienstleistungssparte von Amazon, AWS, "besonders schlecht" ab. Greenpeace kritisiert an AWS explizit, dass für die AWS-Rechenzentren im Vergleich zu anderen Anbietern kaum erneuerbare Energien genutzt werden und stattdessen mehrheitlich noch Kohle- und Atomstrom verwendet wird.

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Laut der Auswertung von Greenpeace stammen nur 17 Prozent der für AWS benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen. Der Strommix verteilt sich darüber hinaus auf 30 Prozent Kohlekraft, 26 Prozent Kernkraft und 24 Prozent aus Gaskraftwerken. Aus Sicht von Greenpeace ist das insbesondere deshalb sehr schlecht, weil wiederum viele große IT-Dienste wie Netflix, Spotify oder Pinterest auf AWS als Dienstleister setzen.

Bereits 2014 ist AWS von Greenpeace schlecht bewertet worden. Damals nutzte AWS nur 15 Prozent saubere Energiequellen. Grundsätzliche Änderungen an der Energiestrategie scheint es bei Amazon also offenbar nicht gegeben zu haben.

Dass es auch anders geht und vor allem auch ein Energiewechsel in nur wenigen Jahren umsetzbar ist, zeigt etwa Apple. Noch im Jahr 2012 ist das Unternehmen von der Umweltschutzorganisation Greenpeace als "'dreckiges' Unternehmen" gerügt worden, da der IT-Konzern kaum erneuerbare Energien für seine Rechenzentren nutzte.

Inzwischen führt Apple die Rangliste von Greenpeace aber mit großem Abstand an. Demzufolge stammen 83 Prozent der für Apples Cloud-Dienste benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen. In der Untersuchung von Greenpeace schneiden zudem auch noch Facebook und Google vergleichsweise gut ab.

Großer Aufwand für saubere Energiebilanz

Für das gute Abschneiden in der Bewertung von Greenpeace betreiben die Unternehmen einen teilweise sehr großen Aufwand. So nutzt Apple etwa mehrere Solarkraftwerke, die das Unternehmen direkt neben seine eigenen Rechenzentren platziert. Zusätzlich dazu kaufen die Unternehmen aber auch explizit Strom aus erneuerbaren Energien, und zwar als Großabnehmer wie zum Beispiel Google.

In der Untersuchung von Greenpeace nicht direkt beachtet, von der Organisation aber dennoch gefordert werden auch "wesentliche Verbesserungen der Energieeffizienz". Umgesetzt wird dies etwa von Google mit einem Rechenzentrum in Finnland und von Facebook mit einem Rechenzentrum in Schweden, was den Energiebedarf zum Kühlen deutlich reduziert. Die beiden Unternehmen kooperieren darüber hinaus im Open Compute Project mit dem Ziel, energieeffiziente Racks für die Rechenzentren zu erstellen.

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Ach 12. Jan 2017

Ps: wenn du es genau wissen willst, hier ein YT der Agora Energiewende, in der Dr...

plutoniumsulfat 11. Jan 2017

Die Möglichkeit dazu ist leichter. Das Stahlwerk ist eben auf konstante Leistung...

amie 11. Jan 2017

Werden die mittlerweile im größeren Stil in Rechenzentren verwendet? Die Dinger könnten...

LinuxMcBook 11. Jan 2017

Doch ich schon. Du hast die mithilfe von Ironie Probleme des Ökostroms relativiert, ich...

Ach 10. Jan 2017

Es geht nicht um die Cloudindustrie gegen die Papierindustrie, es geht um Cloudanbieter...


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