Greenpeace: Sorge um Recycling zurückgerufener Galaxy Note 7

Greenpeace hat Bedenken zum Umgang Samsungs mit den Millionen an zurückgerufenen Galaxy Note 7 geäußert. Es geht um Tonnen an Wolfram, Kobalt, Palladium und anderen Edelmetallen, die wiederaufbereitet werden sollten. Samsung will entsprechende Optionen prüfen.

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Die nicht verkauften Galaxy Note 7 beinhalten Tonnen an wiederverwertbaren Materialien.
Die nicht verkauften Galaxy Note 7 beinhalten Tonnen an wiederverwertbaren Materialien. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Samsung hat angekündigt, nach dem Rückruf des Galaxy Note 7 Optionen für eine Aufbereitung zu prüfen. Wie der südkoreanische Hersteller der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte, sollen Maßnahmen geprüft werden, wie die Auswirkungen auf die Umwelt möglichst klein gehalten werden können.

Greenpeace hat wiederverwertbare Materialien errechnet

Grund für die Ankündigung dürften Äußerungen der Umweltschutzorganisation Greenpeace sein, die vor einer Belastung durch eine einfache Lagerung oder gar Vernichtung der zurückgerufenen Geräte ohne Wiederaufbereitung gewarnt hatte. Nach Berechnungen von Greenpeace befinden sich in den zurückgerufenen Geräten 730 Tonnen an Spitzentechnologie.

Greenpeace Deutschland hat errechnet, dass in den 4,3 Millionen produzierten Geräte mehr als 20 Tonnen Kobalt, mehr als eine Tonne Wolfram, eine Tonne Silber, 100 Kilogramm Gold und zwischen 20 und 60 Kilogramm Palladium enthalten seien. Diese Materialien könnten wiederaufbereitet und für neue Smartphones genutzt werden.

Samsung äußerte sich bisher nicht klar dazu, was mit den zurückgerufenen und nicht verkauften Galaxy Note 7 passieren werde. Eine Wiederverwendung elektrischer Komponenten scheint aktuell eher unrealistisch, da Samsung offenbar immer noch nicht weiß, was das eigentliche Problem ist. Sollte Samsung die Geräte einfach einlagern, würde dies Greenpeace zufolge 28 Schiffscontainer füllen.

Neuseeland schließt Galaxy Note 7 aus Mobilfunknetzen aus

Beim Rückruf bereits im Umlauf befindlicher Galaxy Note 7 gehen neuseeländische Telekommunikationsanbieter unterdessen einen drastischen Weg: Wie Zdnet berichtet, sind alle Modelle über sämtliche mobilen Netzwerke hinweg gesperrt. Nutzer können nur noch per WLAN ins Internet gehen, Telefonie und Surfen über mobile Netzwerke ist nicht mehr möglich. So sollen die verbliebenen Besitzer gezwungen werden, ihre Geräte zurückzugeben.

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