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Greendatanet: Autoakkus für Rechenzentren

Greendatanet ist ein europäisches Forschungsprojekt mit dem Ziel, Rechenzentren energieeffizienter zu machen. Dafür sollen sie mit Strom aus erneuerbaren Quellen versorgt werden, und gebrauchte Akkus aus Elektroautos sollen als Zwischenspeicher dienen.
/ Werner Pluta
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Nissan Leaf: Akku aus dem Elektroauto ins Rechenzentrum (Bild: Nissan)
Nissan Leaf: Akku aus dem Elektroauto ins Rechenzentrum Bild: Nissan

Akkus von Elektroautos sollen künftig ein zweites Leben in Rechenzentren führen: Das ist eine der Maßnahmen, die das europäische Projekt Greendatanet(öffnet im neuen Fenster) plant, um Rechenzentren energieeffizienter zu machen.

Akkus sind ein wichtiger - und teurer - Bestandteil von Elektroautos. Für den Einsatz im Auto sind sie irgendwann nicht mehr leistungsfähig genug. Dennoch verfügen sie dann noch über genug Speicherkapazität, um in anderen Bereichen Anwendung zu finden. Seit einigen Jahren gibt es deshalb Überlegungen, wie sich die Akkus weiter nutzen lassen - etwa als Zwischenspeicher für Strom aus Wind- oder Solarkraftwerken.

Diese Akkus sollen aber auch in Rechenzentren eingesetzt werden: Im Rahmen des Projektes Greendatanet werden Konzepte entwickelt, wie der Energiebedarf eines Rechenzentrums künftig zu 80 Prozent aus erneuerbaren Quellen wie Sonne, Wasser oder Wind gedeckt werden kann. Dazu gehören neben der Effizienzsteigerung auch die Entwicklung von Energiemanagementsystemen und Stromspeichern, um tageszeit- und witterungsbedingte Schwankungen in der Stromproduktion ausgleichen zu können.

Fördermittel von der Europäischen Kommission

An Greendatanet beteiligt sind die Eidgenössische Technische Hochschule in Lausanne (EPFL), die Universität von Trient, das französische Kommissariat für Atomenergie und alternative Energien (CEA), die Bank Credit Suisse, der Autohersteller Nissan und ICTroom, ein Unternehmen, das Rechenzentren baut. Die Leitung liegt beim Komponentenhersteller Eaton. Das Projekt wird von der Europäischen Kommission über das siebte Forschungsrahmenprogramm(öffnet im neuen Fenster) mit 2,9 Millionen Euro gefördert.

Der japanische Autohersteller Nissan arbeitet bereits an Konzepten für die Weiterverwendung von gebrauchten Akkus aus dem Elektroauto Leaf : Diese sollen in Ladestationen für Elektroautos integriert werden, die mit Solarstrom betrieben werden. "Erschwingliche und zuverlässige Akkus könnten ab etwa 2020 ein zweites Leben in Rechenzentren und Haushalten führen" , sagte Nissan-Mitarbeiter Redmer van der Meer dem Technologiemagazin Tech Week Europe(öffnet im neuen Fenster) .


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