Green Sky Program: Solarpanels als besseres Backup für Mobilfunkantennen

Statt mit umweltschädlichen Batterien lässt sich die Versorgung über Sonnenenergie machen. In Entwicklungsländern geht das im Mobilfunk bereits für ganze Antennenstandorte .

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Mobilfunk mit weniger Energie
Mobilfunk mit weniger Energie (Bild: Huawei)

Huawei arbeitet daran, Solarenergie als Backup-System für Mobilfunkantennen einzusetzen. Das sagte Eric Zhao, President der Antenna Business Unit des Technologiekonzerns, am 28. April 2022 beim jährlichen Analyst Summit in Shenzhen im Gespräch mit Golem.de. Das Programm von Huawei, mit dem die RAN-Energieeffizienz erhöht werden soll, heißt Green Sky.

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Gewöhnlich sind Mobilfunkstandorte mit 4- oder 8-Stunden-Batteriepuffer ausgestattet, Notstromaggregate werden in Deutschland eher im Bereich des Behördenfunks eingesetzt. Solarenergie ist sehr viel umweltfreundlicher und verlässlicher.

Das Radio Access Network (RAN) ist der Teil des Mobilfunknetzes, der die drahtlose Verbindung zu den Endgeräten bietet und den Zugang zum Kernnetzwerk aufrechterhält. Gegenwärtig sei ein Problem, dass die Anlagen noch über 30 Prozent der Energie bei der Übertragung in Leitungen und im Netzwerk verlören, sagte Angela Alonzo, Senior Technology und Strategy Planning Engineer bei Huawei. "Das ist eine große Verschwendung von Ressourcen. Wir können uns das nicht leisten, weil der Planet sich das nicht leisten kann", sagte sie.

Ruralstar Pro nur mit Solarpanels

Huawei hat mit der Mobilfunkstation Ruralstar für abgelegene Standorte auch ein RAN im Programm, das komplett mit Sonnenenergie versorgt wird. Ruralstar Pro integriert eine Baseband Unit (BBU), eine Remote Radio Unit (RRU) und ein Relaisgerät in ein Modul. Die Leistungsaufnahme jedes Standorts beträgt unter 120 Watt.

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Ruralstar Pro benötigt nur zwei Solarpanels, während die Lite-Version vier Solarpanels hatte und Ruralstar aus dem Jahr 2017 noch sechs Panels brauchte. Ruralstar nutzt als Backhaul 4G-Technik statt einer teuren Satellitenanbindung oder Richtfunk und kann auf einem Holzmast installiert werden. Das Netz für die Dörfer war im Jahr 2018 UMTS-basiert. Rob Shuter, Chief Executive Officer des südafrikanischen Telekommunikationskonzerns MTN, erklärte seinerzeit, das 90 Prozent der Telefone, die seine Kunden nutzten, auf UMTS basierten.

Doch das reicht noch nicht aus: Laut Zhao hat Huawei beschlossen, die Energieversorgung von RAN neu zu entwickeln. "Wir wollen mehr Effizienz erreichen", sagte er. "Das bedeutet weniger Umweltbelastung. Wenn wir durch moderne Entwicklung die Anzahl der Boxen an einem Tower auf eine Einheit reduzieren, bedeutet das erheblich weniger Energiebedarf."

Damit könne der chinesische Technologiekonzern die Energieeffizienz im RAN von 70 Prozent auf 80 Prozent steigern. "In Zukunft wollen wir mehr als 90 Prozent erreichen", betonte Zhao. Man müsse die verlustreiche Energieübertragung über Leitungen insgesamt reduzieren.

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