Graviton2 (m6g): AWS' ARM-Instanz überzeugt bei US-Dollar/Stunde

Die von Amazon selbst entwickelte 64-Kern-CPU schlägt teurere AMD- und Intel-Instanzen beim Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Graviton2
Graviton2 (Bild: AWS)

Bei der Vorstellung des Graviton2 genannten Prozessors für die m6g-Instanzen warb AWS damit, dass diese bis zu 40 Prozent schneller und bis zu 20 Prozent günstiger sein sollen als vergleichbare Instanzen. Um das zu überprüfen, hat Anandtech per Vorabzugang getestet, ob Amazon zu viel versprochen hat - das Gegenteil war jedoch der Fall, die ARM-Instanz überzeugte.

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Der Graviton2 ist ein 64-kerniger Prozessor der israelischen AWS-Tochter Annapurna Labs, die CPU basiert auf dem Neoverse-N1-Design von ARM. Basis sind für Datacenter modifizierte Cortex-A76-Kerne mit einem achtkanaligen DDR4-3200-Speicherinterface, beim L3-Cache und Takt weicht AWS von ARMs Empfehlung ab. 512 KByte statt 1 MByte pro Kern machen das Design kompakter und anstelle von 2,6 bis 3,1 GHz liegen sparsamere 2,5 GHz an; beides verringert die Kosten.

Amazon nutzt für die m6g-Instanz einen Graviton2, im eigenen Sprachgebrauch wird eine solche als "16xlarge" bezeichnet. Hier kommen 64 logische Kerne (vCPU) zum Einsatz, was den direkten Vergleich zu AMD- und Intel-Modellen etwas schwierig macht. Denn 64 vCPUs bedeuten hier 32 physische Kerne und 64 logische durch Simultaneous Multithreading, allerdings sieht AWS' Cloud-Konzept das schlicht preislich so vor: Die Graviton2-Instanz (m6g) kostet pro Stunde deutlich weniger als die mit einem Epyc-7571-Chip von AMD (m5a, Naples) und mit einem Xeon-SP-v2 von Intel (m5n, Cascade Lake SP).

  • Benchmark mit 64 vCPU (Bild: Anandtech)
  • Benchmark mit 64 vCPU (Bild: Anandtech)
  • Benchmark mit 1 vCPU (Bild: Anandtech)
Benchmark mit 64 vCPU (Bild: Anandtech)

In der Spec-CPU-2006/2017-Suite zeigt sich, dass der Graviton2 bei Singlethread-Workloads sehr stark abschneidet. Anandtech merkt jedoch an, dass "noisy neighbours" - andere Nutzer auf der gleichen Instanz - die Werte etwas verzerren können. Bei Multithreading ist der Graviton2 ebenfalls schnell und erreicht die Geschwindigkeit einer AMD- oder Intel-Instanz oder ist gar flotter.

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Unterm Strich ist das Preis-Leistungs-Verhältnis um 43 bis 53 Prozent besser. Es gilt aber zu berücksichtigen, dass die AMD-Instanz noch auf den älteren Epyc 7001 (Naples) basiert, auf die neuen c5a/c5ad-Instanzen mit Epyc 7002 (Rome) wollte AWS aus nicht ganz plausiblen Gründen keinen Vorabzugang gewähren.

Neben AWS' Graviton2 mit 64 Kernen gibt es ein weiteres Neoverse-N1-Design, den Ampere Altra mit 80 Kernen. Erste Partner werden bereits mit CPUs bemustert, die Serienproduktion soll im Sommer 2020 starten. Seitens ARM folgt auf Neoverse N1 alias Ares die Zeus-Plattform, die Details dazu folgen in den nächsten Monaten.

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Das Rockt 23. Mai 2020

Bei Phoronix gibt's grad Benchmarks Epyc 64C/128T/2,25GHz gg. Graviton2/64C/64T/2,5GHz...

Xim 11. Mär 2020

Schon seltsam, wenn AWS bzw. Amazon nach 7 Monaten Epyc 2-Start "nicht schafft", Rome in...

CraWler 11. Mär 2020

Finde es super das ARM endlich auch im Servermarkt eine echte Konkurrenz darstellt. Das...



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