Abo
  • IT-Karriere:

Graviton: Amazon hat Instanzen mit eigenen ARM-Prozessoren

Nach jahrelanger Entwicklung bietet Amazon neue günstige Cloud-Instanzen an, die auf selbst designten ARM-64-Bit-Chips basieren. Die zu mietende Rechenleistung kostet weniger als die von Intel-Prozessoren, überdies gibt es mittlerweile Instanzen mit AMDs Epyc-CPUs.

Artikel veröffentlicht am ,
Amazon hat Instanzen mit eigenen Graviton-ARM-Chips.
Amazon hat Instanzen mit eigenen Graviton-ARM-Chips. (Bild: AWS)

Amazon hat die EC2 A1 genannten Instanzen für die AWS-Cloud mit selbst entwickelten ARM-Prozessoren vorgestellt. Der Serverbetreiber bewirbt diese primär mit den geringeren Kosten, die für Kunden entstehen, wenn sie die Instanz mieten. Die Graviton-CPUs basieren auf der Neoverse/Cosmos-Plattform, die Amazon entworfen hat - genauer Annapurna, das 2015 übernommen wurde.

Stellenmarkt
  1. DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH, Dresden
  2. Radeberger Gruppe KG, Frankfurt am Main, Dortmund

Zu den technischen Details der Graviton hat sich Amazon nicht geäußert, Analysen verraten aber ein paar wenige Informationen: Die a1.4xlarge-Variante der AC2-A1-Instanz hat 16 CPU-Kerne, wobei diese sich aus vier Quadcore-Clustern mit 2,3 GHz zusammensetzen. Der L1D fasst 32 KByte, der L1I hat 48 KByte und der gemeinsame L2-Puffer kommt auf 2 MByte; einen L3 gibt es nicht. Offenbar handelt es sich um ein Custom-Design im 16-nm-Node basierend auf ARMs Cortex-A72.

  • EC2 A1 mit ARM-64-Bit-Chips (Bild: AWS)
  • Die Graviton-CPUs nutzen Neoverse-Kerne. (Bild: AWS)
  • Neben Intel- und ARM-Instanzen gibt es auch welche mit AMDs Epyc. (Bild: AWS)
EC2 A1 mit ARM-64-Bit-Chips (Bild: AWS)

Die Leistung der a1.4xlarge-Instanz liegt grob auf dem Niveau eines c5.4xlarge-Pendants mit ebenfalls 16 CPU-Kernen basierend auf Xeon Platinum, zumindest bei Gleitkomma-Berechnungen. Dabei ist die EC2 A1 mit ARM-Chips deutlich günstiger pro Stunde, es werden nur 46 US-Cent statt 77 US-Cent fällig. Dafür skalieren die Xeon SP deutlich weiter, AWS bietet hier auch die c5d.18xlarge-Instanz mit 72 Cores an.

Seit einigen Wochen gibt es außerdem auch eine x86-Alternative zu den Intel-Chips: Die M5a- und die R5-Instanzen basieren auf AMDs Epyc-CPUs. Hier reichen die Optionen bis hin zu m5a.24xlarge mit 96 Kernen und 384 GByte Arbeitsspeicher sowie bis hin zur r5d.24xlarge mit gleicher Core-Zahl, aber 768 GByte. Mit 4,61 US-Dollar pro Stunde kostet die m5a.24xlarge weniger als die m5.24xlarge mit 5,14 US-Dollar, wobei die Intel-Variante durch AVX-512 gewisse Vorteile hat.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

linux.exe 28. Nov 2018

Dachte da läuft mehr, wegen des Compability Layer. Hatte bisher nur Office 2010 auf nem...


Folgen Sie uns
       


Nintendo Game Boy - ein kurzer Rückblick

Tetris, Pokémon, Super Mario - wir fassen die Geschichte des Game Boy im Video zusammen.

Nintendo Game Boy - ein kurzer Rückblick Video aufrufen
Bandlaufwerke als Backupmedium: Wie ein bisschen Tetris spielen
Bandlaufwerke als Backupmedium
"Wie ein bisschen Tetris spielen"

Hinter all den modernen Computern rasseln im Keller heutzutage noch immer Bandlaufwerke vor sich hin - eine der ältesten digitalen Speichertechniken. Golem.de wollte wissen, wie das im modernen Rechenzentrum aussieht und hat das GFZ Potsdam besucht, das Tape für Backups nutzt.
Von Oliver Nickel


    Vernetztes Fahren: Wer hat uns verraten? Autodaten
    Vernetztes Fahren
    Wer hat uns verraten? Autodaten

    An den Daten vernetzter Autos sind viele Branchen und Firmen interessiert. Die Vorschläge zu Speicherung und Zugriff auf die Daten sind jedoch noch nebulös. Und könnten den Fahrzeughaltern große Probleme bereiten.
    Eine Analyse von Friedhelm Greis

    1. Neues Geschäftsfeld Huawei soll an autonomen Autos arbeiten
    2. Taxifahrzeug Volvo baut für Uber Basis eines autonomen Autos
    3. Autonomes Fahren Halter sollen bei Hackerangriffen auf Autos haften

    Ada und Spark: Mehr Sicherheit durch bessere Programmiersprachen
    Ada und Spark
    Mehr Sicherheit durch bessere Programmiersprachen

    Viele Sicherheitslücken in Software sind auf Programmierfehler zurückzuführen. Diese Fehler lassen sich aber vermeiden - und zwar unter anderem durch die Wahl einer guten Programmiersprache. Ada und Spark gehören dazu, leider sind sie immer noch wenig bekannt.
    Von Johannes Kanig

    1. Das andere How-to Deutsch lernen für Programmierer
    2. Programmiersprachen, Pakete, IDEs So steigen Entwickler in Machine Learning ein
    3. Software-Entwickler Welche Programmiersprache soll ich lernen?

      •  /