Abo
  • Services:
Anzeige
Zwillings-schwarze-Löcher: einen Erddurchmesser voneinander entfernt
Zwillings-schwarze-Löcher: einen Erddurchmesser voneinander entfernt (Bild: The Simulating eXtreme Spacetimes Project)

Gravitationswellen: Schwarze Löcher des Ligo-Signals entstanden aus einem Stern

Zwillings-schwarze-Löcher: einen Erddurchmesser voneinander entfernt
Zwillings-schwarze-Löcher: einen Erddurchmesser voneinander entfernt (Bild: The Simulating eXtreme Spacetimes Project)

Zwei Sterne, ein Stern, zwei schwarze Löcher, ein schwarzes Loch: Ein US-Astrophysiker hat den Ursprung der kürzlich entdeckten Gravitationswellen und eines fast zeitgleich ausgelösten Gammablitzes untersucht. Beide Phänomene sollen den gleichen Ursprung haben: zwei sehr kurzlebige schwarze Löcher.

Aus zwei mach eins - und dann wieder zwei: Abraham Loeb, Astrophysiker an der Harvard-Universität, hat den Ursprung des Signals GW150914 untersucht, das kürzlich als Nachweis von Gravitationswellen vorgestellt wurde. Danach sind die beiden schwarzen Löcher, die als Ursprung des Signals gelten, aus einem einzigen Stern entstanden. Und der wiederum aus zwei Sternen.

Anzeige

Es war eine wissenschaftliche Sensation: Das Advanced Laser Interferometer Gravitational-Wave Observatory (Ligo) zeichnete am 14. September 2015 die Signatur zweier verschmelzender schwarzer Löcher auf. Das Signal GW150914 dauerte rund 0,2 Sekunden und gilt als der erste experimentelle Nachweis von Gravitationswellen, die Albert Einstein in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagt hatte.

Zwei verschmelzende schwarze Löcher senden Gammablitz aus

Nur vier Zehntelsekunden später erfasste das Weltraumröntgenteleskop Fermi Gamma-Ray Space Telescope im gleichen Himmelssegment einen Gammablitz. Laut Loeb hat der denselben Ursprung wie die Gravitationswellen: das Verschmelzen der beiden schwarzen Löcher, deren Massen das 29-Fache und das 36-Fache der Sonnenmasse betrugen.

Die beide schwarzen Löcher seien durch den Kollaps eines sehr massereichen Sterns entstanden, schreibt Loeb in einem Aufsatz, der in der Fachzeitschrift Astrophysical Journal Letters erscheinen wird. Beide waren nur etwa einen Erddurchmesser voneinander entfernt, umkreisten sich mit einer sehr hohen Geschwindigkeit - und verschmolzen nach nur wenigen Minuten wieder miteinander. In das neu entstandene schwarze Loch wurden dann die Reste des kollabierten Sterns hineingesogen. Diese Materialzufuhr könnte dann den Gammablitz ausgelöst haben.

Die Rotation verformt den Kern

Normalerweise entsteht durch den Kollaps eines massereichen Sterns ein einziges schwarzes Loch. Rotiere der Stern jedoch sehr schnell, könne sich sein Kern auseinanderziehen, bis er die Form einer Hantel annehme. Aus der bildeten sich zwei extrem dichte Klumpen. Diese seien jeweils kollabiert und zwei schwarze Löcher entstanden, sagt Loeb.

Die schnelle Rotation ist laut Loeb wiederum auf den Ursprung des Sterns zurückzuführen: Sehr massereiche Sterne bilden sich oft aus zwei Sternen. Die beiden umkreisen sich, werden dabei immer schneller und verschmelzen schließlich miteinander. Die Bewegung der beiden Sterne überträgt sich dann auf den neuen, der dann sehr schnell rotiert.


eye home zur Startseite
NemesisTN 26. Feb 2016

Eigentlich nicht, warpen biegt ja den Raum bis er sich überlappt, das muss nicht...

Ach 25. Feb 2016

Dankeschön für den Link, sehr informative und hat Spaß gemacht zuzuhören :].



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  2. über JobLeads GmbH, Köln
  3. über Ratbacher GmbH, Karlsruhe
  4. über Ratbacher GmbH, Freiburg


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Forrest Gump 9,97€, Gods of Egypt 9,97€, Creed 8,99€, Cloud Atlas 8,94€)
  2. 2,99€ (ohne Prime bzw. unter 29€ Einkauf zzgl. 3€ Versand)
  3. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 44,97€, Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)

Folgen Sie uns
       


  1. Genovation

    Elektrische Corvette bricht Rekord

  2. Entschärfung

    China kommt Deutschland bei Elektroauto-Quote entgegen

  3. Brexit

    BMW prüft Produktion des Elektro-Minis in Deutschland

  4. Nokia 3, 5 und 6

    HMD Global bringt drei Nokia-Smartphones mit Android

  5. Moto G5 und Moto G5 Plus im Hands on

    Lenovos kompakte Mittelklasse ist zurück

  6. Handy-Klassiker

    HMD Global bringt das Nokia 3310 zurück

  7. Galaxy Tab S3 im Hands on

    Samsung präsentiert Oberklasse-Tablet mit Eingabestift

  8. Galaxy Book im Hands on

    Samsung bringt neuen 2-in-1-Computer

  9. Mobilfunk

    "5G muss weit mehr als LTE bieten"

  10. UHS-III

    Neuer (Micro-)SD-Karten-Standard schafft über 600 MByte/s



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Bodyhacking: Ich, einfach unverbesserlich
Bodyhacking
Ich, einfach unverbesserlich

Intel C2000: Weiter Unklarheit zur Häufung von NAS-Ausfällen
Intel C2000
Weiter Unklarheit zur Häufung von NAS-Ausfällen
  1. Super Bowl Lady Gaga singt unter einer Flagge aus Drohnen
  2. Lake Crest Intels Terminator-Chip mit Terabyte-Bandbreite
  3. Compute Card Intel plant Rechnermodul mit USB Type C

XPS 13 (9360) im Test: Wieder ein tolles Ultrabook von Dell
XPS 13 (9360) im Test
Wieder ein tolles Ultrabook von Dell
  1. Die Woche im Video Die Selbstzerstörungssequenz ist aktiviert
  2. XPS 13 Convertible im Hands on Dells 2-in-1 ist kompakter und kaum langsamer

  1. Re: stand by 1 monat?

    rayo | 07:27

  2. Ich hatte noch nie LTE

    torrbox | 07:27

  3. Re: Was sind denn die Schwächen von LTE?

    RipClaw | 07:21

  4. Re: Noch drei Jahre, bis 2020 benutzbar

    EinJournalist | 07:16

  5. Re: Update-Warnung

    dancle | 07:10


  1. 07:43

  2. 07:28

  3. 07:16

  4. 21:13

  5. 20:32

  6. 20:15

  7. 19:00

  8. 19:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel