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Eine Simulation zeigt zwei schwarze Löcher, die umeinander spiralen und verschmelzen werden.
Eine Simulation zeigt zwei schwarze Löcher, die umeinander spiralen und verschmelzen werden. (Bild: Nasa/CC-BY-SA 2.0)

Gravitationswellen: Ab heute wird alles anders!

Eine Simulation zeigt zwei schwarze Löcher, die umeinander spiralen und verschmelzen werden.
Eine Simulation zeigt zwei schwarze Löcher, die umeinander spiralen und verschmelzen werden. (Bild: Nasa/CC-BY-SA 2.0)

Jetzt aber wirklich. Gravitationswellen, Einsteins große These, bewiesen! Sie glauben's nicht? Zugegeben, die letzten Male endete diese Meldung in einer Enttäuschung.
Von Dagny Lüdemann

Jedes Mal dasselbe. Da recherchiert man unter Hochdruck alles zu Einstein und seiner echt nicht ganz unkomplizierten Relativitätstheorie, weil Forscher die Physiksensation des Jahrhunderts ankündigen, und dann: puff. Wieder nichts. So langsam haben wir keine Lust mehr.

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Schon vor 100 Jahren kam Albert Einstein zu dem Schluss: Es muss solche Raumzeitkräuselungen geben. Sie sind ein wesentlicher Teil seiner Theorie unseres Universums.

Die Maschine, die den Beweis für die Wellen jetzt liefern soll, besteht aus zwei Detektoranlagen in Louisiana und Washington: aLigo (Advanced Laser Interferometer Gravitational-Wave Observatory). Zuletzt hatte man aus dem Team, zu dem auch Forscher des deutschen Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik zählen, nur Andeutungen gehört. Die Messungen laufen weiter, hieß es stets. Man analysiere die Daten.

Verräterische E-Mail

Für heute hat die Ligo-Kollaboration einen "Statusbericht zur Suche nach Gravitationswellen" angekündigt. Um 16.30 Uhr (MEZ) sollen Medienvertreter in Washington informiert werden. Auch das MPI für Gravitationsphysik hat nach Hannover geladen. Überall auf der Welt haben sich Forscher und Fans versammelt, um die Pressekonferenz per Streaming zu verfolgen. Was dort gesagt werden wird? Das will immer noch niemand verraten.

Gefeiert wird im Netz jetzt schon. Unter dem Hashtag #chirpforLIGO sieht man gestandene Astrophysiker, die das Geräusch, das die Frequenz der Wellen erzeugen würde, imitieren und dem Kollegen so gratulieren. Hier zudem eine offizielle Hörprobe des Chirp-Sounds.

Die Gerüchte um die Entdeckung angeheizt hatte vor allem eine E-Mail, die vor einigen Tagen publik wurde. Der theoretische Physiker Clifford Burgess hatte sie an die gesamte Physikabteilung der McMaster University in Canada geschickt. Nicht um Gerüchte anzuheizen, sondern um seine Studenten zu motivieren, sagte er einem Science-Reporter.

"Die Ligo-Gerüchte scheinen wahr zu sein", steht in der E-Mail. Der Befund werde offenbar bald im Magazin Nature publiziert, am 11. Februar. Er selbst hat das Paper wohl noch nicht gesehen. Burgess beruft sich auf Kollegen, die es gesehen haben sollen. Angeblich kommen die Gravitationswellen von zwei verschmelzenden Schwarzen Löchern im Weltall.

Die Autoren des Papers beziffern demnach die Sicherheit für ihren Befund mit 5,1 Sigma. Das ist ein übliches Maß in der Physik, um darzustellen, wie unwahrscheinlich es ist, dass eine mutmaßliche Entdeckung durch andere, bekannte Vorgänge erklärt werden kann. Auf der Suche nach dem Higgs-Teilchen hatten sich die Forscher ebenfalls vorab geeinigt, dass ihre Daten einem Status von mehr als 5 Sigma standhalten müssen, um von einer Entdeckung zu sprechen.

Kommt eine Welle, wird der Detektor minimal verformt

Gravitationswellen entstehen, wenn zwei sehr große Massen - etwa Schwarze Löcher oder Neutronensterne - eng umeinander kreisen. Dann wird ein Teil ihrer Energie in Gestalt dieser Wellen ins Universum abgestrahlt, durch das sie mit Lichtgeschwindigkeit jagen und die Raumzeit verformen. Die Deformationen sind extrem klein und für Menschen nicht wahrnehmbar.

Um sie aufzuspüren, wurden mehrere Detektoren gebaut wie aLigo in den USA, Virgo und eine Anlage in Japan. Geo600 aus Deutschland steuert Messtechnik bei, in Australien gibt es eine weitere kleinere Versuchsanlage. Grob vereinfacht funktionieren die Detektoren folgendermaßen: Sie haben zwei "Arme", deren Länge exakt bekannt ist und die kontinuierlich mithilfe eines Laserstrahls vermessen wird. Geht eine Gravitationswelle durch den Apparat, werden die Arme unterschiedlich gestaucht oder gestreckt, die resultierende Längenänderung wird gemessen.

Das Gemeine für die Forscher am aLigo: Gelegentlich werden Gravitationswellen vorgetäuscht. Eine solche "Injektion" manipulierter Daten soll der Qualitätssicherung dienen. Nur drei führende Forscher wissen davon und können noch kurz vor dem Verkünden einer vermeintlichen Sensation die ganze Truppe zurückpfeifen.

Insofern bleibt es spannend. "Stay tuned!", sagt US-Physiker Lawrence Krauss, einer der fleißigen Gerüchtestreuer.


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negrüj 18. Feb 2016

Schlechtes Deutsch berichtigt : Gavitationswellen, von 2 schwarzen Löchern ausgelöst...

masel99 11. Feb 2016

Mit Teleskopen sieht man aber nicht alles. Andererseits etwas was 300W Energie abstrahlt...

crazy_crank 11. Feb 2016

Danke!

GwhE 11. Feb 2016

Die wichtigen sind aber schon rum :P http://www.virgo-gw.eu/index_live.html https://www...

Hotohori 11. Feb 2016

Jo, 1/3 der Kommentare hier sind nur zum Thema "von der Zeit (raub)kopiert". Wenn das...



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