Gravis: Keine Bargeldzahlungen bei Apple-Partner mehr möglich

Die deutsche Elektronikhandelskette Gravis wird künftig in ihren 40 Filialen in Deutschland auf Bargeldzahlungen verzichten. Das meldet Spiegel Online(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf das Unternehmen. In den Geschäften können Kunden dann nur noch mit Karte oder mit dem Smartphone und der Smartwatch bezahlen.
Gravis ist eigenen Angaben zufolge Deutschlands größter zertifizierter Apple-Händler und der größte zertifizierte Apple-Servicepartner in Europa. Entsprechend lassen sich in den Geschäften zahlreiche Apple-Produkte sowie Zubehör für Apple-Geräte kaufen. Filialen gibt es unter anderem in Berlin, Hamburg und Köln.
Auch Zubehör für wenige Euros können Kunden bei Gravis künftig nicht mehr mit Bargeld bezahlen. Gravis zufolge haben Bargeldzahlungen in der jüngsten Vergangenheit nur noch einen "kleinen einstelligen Prozentanteil" ausgemacht. Entsprechend seien Zahlungen mit Scheinen und Münzen für das Unternehmen "zu vernachlässigen" . Vor der grundsätzlichen Einführung bargeldlosen Zahlens habe man dies in einigen Filialen getestet.
Kunden hätten bargeldlose Zahlungen akzeptiert
Gravis betont, dass Kunden bargeldloses Zahlen akzeptiert hätten. Für den Händler sei die Zahlung ohne Bargeld aber auch kostengünstiger und ermögliche "schnellere Prozesse" . Der Verzicht auf Bargeld dürfte die Organisation der Kassen in den Gravis-Läden tatsächlich wesentlich einfacher gestalten, da keine Scheine und Münzen gezählt und verwaltet werden müssen. Dafür können Kunden künftig nicht mehr ohne Weiteres anonym bei Gravis einkaufen.
Die Diskussion um bargeldlose Zahlungen ist in Deutschland nicht neu. In den vergangenen Jahren haben bargeldlose Zahlungen immer stärker zugenommen , was auch an den Möglichkeiten liegt, mit Smartphones und Smartwatches kontaktlos zahlen zu können. Die Coronapandemie soll den Trend noch verstärkt haben.
Verschiedene Parteien und Politiker sprachen sich in der Vergangenheit dagegen aus , ganz auf Bargeld zu verzichten. Juristisch sieht sich Gravis auf der sicheren Seite: Solange darüber informiert werde, könne ein gesetzliches Zahlungsmittel ausgeschlossen werden. In den Kassenbereichen der Filialen will Gravis deutlich auf den Bargeldverzicht hinweisen.