Graue Flecken: Kabelnetzbetreiber fürchten Überbauen durch gefördertes Glas
Das Breitbandförderprogramm für graue Flecken soll künftig Gemeindegebiete flächendeckend erschließen. "Dabei ist unklar, wie verhindert werden soll, dass in Gemeinden, die teilweise bereits durch FTTB/H oder Hybrid Fiber Coax (HFC) erschlossen sind, diese gigabitfähigen Netze mit Hilfe von Fördermitteln überbaut werden", sagte(öffnet im neuen Fenster) Andrea Huber, Geschäftsführerin des Anga Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber am 18. Juni 2019. Am Mittwoch findet dazu eine Anhörung beim Bundesverkehrsministerium statt.
Derzeit diskutiert die Regierung ein neues Förderprogramm zur Unterstützung des flächendeckenden Ausbaus von Gigabitnetzen. In Gebieten, in denen ein eigenwirtschaftlicher Breitbandausbau nicht möglich ist, ist der gezielte Einsatz von Fördergeldern geplant. Förderung soll künftig dabei auch dort zulässig sein, wo schon ein Netzbetreiber Anschlüsse mit mindestens 30 MBit/s anbietet. Gebiete mit gigabitfähigem FTTB/H (Fiber To The Building/Home) und HFC-Netzen sind dabei ausdrücklich von einer Förderung ausgeschlossen. Diesen Ansatz begrüße Huber.
Anga: Zielkonflikt bei grauen Flecken
Den Zielkonflikt bei grauen Flecken "muss die Bundesregierung im weiteren Verfahren lösen". Dabei müsse gelten: Wo gigabitfähige Netze vorhanden seien, dürfe nicht gefördert werden. "Ohne eine Nachschärfung in diesem Punkt wird das Förderprogramm wie eine Handbremse wirken und nicht wie ein Katalysator", sagte die Anga-Geschäftsführerin.
Die Zahl der Gigabit-Anschlüsse in Koaxialkabelnetzen liegt Mitte 2019 bei 11,2 Millionen.
- Anzeige Hier geht es zur AVM Fritzbox 7590 AX bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.