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Gratistelefonie: Whatsapp plant Anruffunktion

MWC2014
Whatsapp -Nutzer werden über den Dienst bald telefonieren können. Bis Ende des Jahres soll die App laut Unternehmensmitgründer Jan Koum eine Sprachfunktion bekommen. In Deutschland will der Dienst mit E-Plus zusammenarbeiten.
/ Steve Haak , dpa
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Whatsapp auf einem Smartphone (Bild: Stan Honda/AFP/Getty Images)
Whatsapp auf einem Smartphone Bild: Stan Honda/AFP/Getty Images

Whatsapp soll bis Ende dieses Jahres mit einer Sprachfunktion ausgestattet werden. Das hat Unternehmensmitgründer Jan Koum auf dem Mobile World Congress in Barcelona mitgeteilt. Damit kann der Dienst als VoIP-Sprachprogramm genutzt werden - ähnlich wie die Konkurrenten Skype(öffnet im neuen Fenster) oder Viber(öffnet im neuen Fenster) .

Für Deutschland kündigte Koum ein eigenes Mobilfunkprodukt zusammen mit E-Plus an. In einer Pressemitteilung des Mobilfunkanbieters heißt es: "Damit erschließt sich die E-Plus Gruppe eine überaus datenaffine Kundengruppe und baut ihr datenzentriertes Geschäftsmodell weiter aus." Was das bedeutet und um welches Produkt es sich handelt, ist unklar. Womöglich will das Unternehmen einen speziellen Datentarif anbieten.

Keine geänderten Pläne bei Whatsapp

Ansonsten werde nach dem Verkauf von Whatsapp an Facebook alles bleiben wie es ist, versicherte Koum. "Ich denke, die grundsätzliche Botschaft ist, dass sich unsere Pläne nicht ändern." Auch Sorgen um den Schutz von Nutzerdaten versuchte Koum entgegenzutreten: "Als Firma wollen wir so wenig wie möglich über unsere Nutzer wissen" , wiederholte er frühere Aussagen.

Vergangenen Donnerstag hatte Facebook mitgeteilt , Whatsapp für 19 Milliarden US-Dollar kaufen zu wollen. Es ist der bisher größte Kauf des Internetkonzerns von Mark Zuckerberg. Whatsapp soll weiterhin unabhängig unter dem gleichen Namen operieren. Mitgründer und CEO Jan Koum wechselt in den Vorstand von Facebook.

Whatsapp hat laut Koum inzwischen 465 Millionen aktive Nutzer pro Monat. "Unser Ziel ist es, dass jeder Smartphone-Kunde Whatsapp nutzt." Die Anzahl der Nutzer aus Indien, Brasilien und Russland nehme derzeit stark zu, so Koum weiter.


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