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Gratis-WLAN: EU-Parlament billigt Millionenprogramm für 8.000 Hotspots

Dem WLAN-Programm der EU steht nichts mehr im Wege. Gemeinden und öffentliche Einrichtungen können sich nun den Aufbau schneller Hotspots fördern lassen.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Programm Wifi4EU soll europaweit den Internetzugang verbessern.
Das Programm Wifi4EU soll europaweit den Internetzugang verbessern. (Bild: ec.europa.eu)

Das Europaparlament hat den Plänen der EU-Kommission für den Aufbau Tausender WLAN-Zugänge zugestimmt. Die Abgeordneten votierten für eine entsprechende Vorlage am Dienstag in Straßburg. Unterhändler der EU-Staaten und des EU-Parlaments hatten sich bereits Ende Mai darauf verständigt, in ganz Europa bis zu 8.000 kostenlose öffentliche Internet-Zugänge einzurichten. Dafür sind rund 120 Millionen Euro vorgesehen. Mit einer durchschnittlichen Summe von 15.000 Euro übernimmt das Programm Wifi4EU die Kosten für Ausrüstung und Installation des WLAN-Zugangs. Für den eigentlichen Netzzugang und die Instandhaltung für mindestens drei Jahre ist der Betreiber verantwortlich.

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Gemeinden und öffentliche Einrichtungen sollen sich nun direkt über ein Online-Portal für Internet-Gutscheine bewerben können, mit denen bis zu 100 Prozent der Anfangskosten abgedeckt werden sollen. Sie hoffen, dass die ersten tausend Gutscheine bis Anfang 2018 zugeteilt werden können, sagte EU-Digitalkommissarin Mariya Gabriel.

Intensive Nutzung gewünscht

Nutzer sollen sich damit künftig über einen in ganz Europa einheitlichen Login in unterschiedlichen Sprachen mit dem Internet verbinden können. Ihre persönlichen Daten dürfen dabei nicht für kommerzielle Zwecke weiterverwendet werden. Ziel der Initiative ist es, öffentliche Hotspots in vielen unterschiedlichen EU-Ländern einzurichten. Zu diesem Zweck sollen auch noch Informationskampagnen gestartet werden.

Der EU geht es nach eigenen Angaben "vorrangig darum, Orte auszustatten, an denen bisher kein vergleichbares privates oder öffentliches WLAN-Angebot vorhanden ist". Die Gemeinden werden zudem ermutigt, "eigene digitale Dienste wie elektronische Behörden- und Gesundheitsdienste sowie E-Tourismus zu entwickeln und zu fördern". Die Hotspots sollen "in den Zentren des öffentlichen Lebens" installiert werden.

Wie viele deutsche Gemeinden von der Förderung profitieren werden, ist schwer abzusehen. Zum einen verfügen die meisten Bibliotheken vermutlich schon über WLAN-Zugänge, zum anderen gibt es an zahlreichen "Zentren des öffentlichen Lebens" bereits private Hotspots. Auch sind 15.000 Euro nicht viel Geld, um in bestimmten Gemeinden "modernste WLAN-Technologie" zu installieren. Vor allem dann, wenn überhaupt keine schnelle Internetverbindung zur Verfügung steht.

Dabei schwebt der EU-Kommission eine intensive Nutzung der Zugänge vor. Sie geht von 40 bis 50 Millionen Verbindungen pro Tag aus, was bei 8.000 Hotspots einem Durchschnitt von 6.250 Verbindungen entspricht. Selbst in Kleinstädten dürfte es nur wenige Plätze geben, an denen täglich so viele WLAN-Nutzer registriert werden.



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p4m 13. Sep 2017

Da die EU-Kommission bisher nichts zum Auswahlverfahren hat verlauten lassen ist derzeit...

DerCaveman 13. Sep 2017

Und dann werfen euch die Provider raus weil ihr die AGB missachtet habt...

DerCaveman 13. Sep 2017

Ich denke mal den Institutionen fehlt bei Freifunk die Registrierung (Rückverfolgbarkeit)


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