Abo
  • Services:
Anzeige
Eine Demo der Graphite-Schriftart Piglatin
Eine Demo der Graphite-Schriftart Piglatin (Bild: Graphite/Screenshot Golem.de)

Graphite-Bibliothek: Wenn Schriftarten zur Sicherheitslücke werden

Eine Demo der Graphite-Schriftart Piglatin
Eine Demo der Graphite-Schriftart Piglatin (Bild: Graphite/Screenshot Golem.de)

Mit der Graphite Description Language erstellte Schriften können von Angreifern genutzt werden, um verschiedene Sicherheitslücken in der Graphite-Bibliothek auszunutzen. Fehler im Speichermanagement können dazu führen, dass fremder Code ausgeführt wird.

Mehrere Sicherheitslücken in der Graphite-Bibliothek können von Angreifern ausgenutzt werden, wie Ciscos Talos-Team schreibt. Mit Graphite können sogenannte smarte Schriftarten erstellt werden, also Truetype-Schriftarten mit erweiterter Funktionalität. Dies können bestimmte Sonderzeichen sein, aber auch die Unterstützung für besondere Glyphen oder hebräische Schriftzeichen. Der Fehler tritt in der Verarbeitung der Schriftarten durch die libgraphite-Bibliothek auf, die von vielen populären Anwendungen wie zum Beispiel Firefox und Openoffice genutzt wird.

Anzeige

Angreifer könnten Schriftarten manipulieren und so verschiedene Attacken durchführen, schreibt Talos. Weil Graphite das serverseitige Laden von Schriften unterstützt, könnte eine Webseite mit einem entsprechenden Font präpariert werden, um Angriffe durchzuführen.

Angreifer können Schadcode laden

Eine der Verwundbarkeiten soll es nach Angaben von Talos ermöglichen, Schadcode zu laden. Denn mit einem manipulierten Font kann ein Ausbrechen aus dem eigentlich reservierten Speicherbereich erzwungen werden, weil die Bibliothek einen von der Schriftart übergebenen Wert nicht daraufhin abcheckt, ob dieser wirklich im vorgesehenen Speicherbereich bleibt oder aber darüber hinausgeht. Angreifer könnten daher den Wert ipskip derart manipulieren, dass Code außerhalb des eigentlichen Speicherbereiches ausgeführt wird. Einen entsprechenden Angriff hatte Joshua Drake bereits im vergangenen Jahr bei der Pwn2own-Konferenz vorgestellt.

Außerdem sei libgraphite für einen Buffer Overflow anfällig, weil das Programm die Länge der eingegebenen Bytecodes nicht richtig prüfe. Durch mehrfaches Aufrufen der CNTXTITEM-Items kann ein String erzeugt werden, der unter Umständen länger ist als die eigentlich vorgesehene Länge - ein Out-of-Bound-Write.

Darüber hinaus könne ein Denial-of-Service-Angriff ausgeführt werden, weil einer der Pointer den Wert 0 hat. Wird die Funktion später aufgerufen, würden die Variablen in mFeatureMap nicht korrekt initialisiert, obwohl der Font zunächst ohne Fehler gestartet wird. Wird dann durch den Font die Funktion grmakeseg aufgerufen, würde der Aufruf der SillMap::cloneFeature-Funktion nicht erfolgreich verlaufen, weil mFeatureMap.mdefaultFeatures den Wert Null aufweist.

Eine weitere Schwäche für Denial-of-Service-Angriffe würde außerdem möglicherweise zum Abfluss von Daten führen, schreibt Talos weiter.

Von der Sicherheitslücke betroffen ist nach Angaben von Talos die Version Libgraphite 2-1.2.4. Diese wird von verschiedenen Programmen unter Linux und Windows eingesetzt. Über einen Patch ist derzeit nichts bekannt.


eye home zur Startseite
DjNDB 09. Feb 2016

Ich habe mich damit gerade eine Weile befasst um rauszufinden ob Firefox noch betroffen...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Computacenter AG & Co. oHG, Berlin, Frankfurt, Ratingen, Stuttgart, München
  2. Hornetsecurity GmbH, Hannover
  3. LEDVANCE GmbH, Garching bei München
  4. MöllerTech International GmbH, Bielefeld


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 543,73€
  2. (täglich neue Deals)
  3. (Core i5-7600K + Asus GTX 1060 Dual OC)

Folgen Sie uns
       


  1. Wemo

    Belkin erweitert Smart-Home-System um Homekit-Bridge

  2. Digital Paper DPT-RP1

    Sonys neuer E-Paper-Notizblock wird 700 US-Dollar kosten

  3. USB Typ C Alternate Mode

    Thunderbolt-3-Docks von Belkin und Elgato ab Juni

  4. Sphero Lightning McQueen

    Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen

  5. VLC, Kodi, Popcorn Time

    Mediaplayer können über Untertitel gehackt werden

  6. Engine

    Unity bekommt 400 Millionen US-Dollar Investorengeld

  7. Neuauflage

    Neues Nokia 3310 soll bei Defekt komplett ersetzt werden

  8. Surface Studio

    Microsofts Grafikerstation kommt nach Deutschland

  9. Polar

    Fitnesstracker A370 mit Tiefschlaf- und Pulsmessung

  10. Schutz

    Amazon rechtfertigt Sperrungen von Marketplace-Händlern



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Google I/O: Google verzückt die Entwickler
Google I/O
Google verzückt die Entwickler
  1. Neue Version im Hands On Android TV bekommt eine vernünftige Kanalübersicht
  2. Play Store Google nimmt sich Apps mit schlechten Bewertungen vor
  3. Daydream Standalone-Headsets auf Preisniveau von Vive und Oculus Rift

Panasonic Lumix GH5 im Test: Die Kamera, auf die wir gewartet haben
Panasonic Lumix GH5 im Test
Die Kamera, auf die wir gewartet haben
  1. Die Woche im Video Scharfes Video, spartanisches Windows, spaßige Switch

Asus B9440 im Test: Leichtes Geschäftsnotebook liefert zu wenig Business
Asus B9440 im Test
Leichtes Geschäftsnotebook liefert zu wenig Business
  1. ROG-Event in Berlin Asus zeigt gekrümmtes 165-Hz-Quantum-Dot-Display und mehr

  1. Re: Warum überhaupt VLC nutzen

    __destruct() | 00:11

  2. Sind die nach 2-3 Jahren auch alle so schimmelgelb?

    quineloe | 00:02

  3. Re: Unix, das Betriebssystem von Entwicklern, für...

    __destruct() | 25.05. 23:59

  4. Re: Kann ich mit Alditalk nicht bestätigen

    Gunah | 25.05. 23:49

  5. Re: Coole Sache aber,

    Sharra | 25.05. 23:49


  1. 18:10

  2. 10:10

  3. 09:59

  4. 09:00

  5. 18:58

  6. 18:20

  7. 17:59

  8. 17:44


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel