Verfügbarkeit und Fazit

In Beiträgen auf Twitter und Reddit betonen Micay und Graphene-Nutzer immer wieder einen Mangel an Entwicklern und Maintainern. Der Support für die Pixel-Smartphones der ersten Generation habe daher eingestellt werden müssen, auch der für die zweite Generation könnte eingestellt werden, erklärt Micay. Derzeit kann GrapheneOS für die Google-Smartphones Pixel 2 und 2 XL, 3 und 3 XL sowie 3a und 3a XL heruntergeladen werden.

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Bisher sei GrapheneOS wie dessen Vorgänger Copperhead OS fast komplett von ihm entwickelt worden, sagt Micay. Er könne sich im Moment jedoch nur um die Systempflege kümmern. Für die Weiterentwicklung müsse die Community mehr beitragen. Ein paar Entwickler hätten jedoch damit begonnen, zu GrapheneOS beizutragen. Maintainer hätten sich bisher noch nicht gefunden, sagte Micay.

"Copperhead hat die Entwicklung zurückgeworfen"

Ein weiterer Faktor sei der Streit mit Copperhead, der die Entwicklung massiv zurückgeworfen habe, erklärt Micay. Eigentlich sei die Firma gegründet worden, um die bereits bestehende Entwicklung eines sicheren, mobilen Betriebssystems zu fördern. Doch Micays Geschäftspartner habe begonnen, andere Interessen zu verfolgen, ihn aus der Firma zu drängen und die Infrastruktur zu übernehmen. Edward Snowden sei ihm in der schwierigen Zeit zur Seite gestanden, schreibt Micay auf Twitter.

Bis heute seien Micay selbst und GrapheneOS den Angriffen des Copperhead-Mitgründers ausgesetzt. Diese hätten dem Projekt massiv geschadet, Geschäftsbeziehungen zerstört und viele Menschen verwirrt zurückgelassen. Die Entwicklung eines gehärteten Androids werde aber weitergeführt - als GrapheneOS. Er sei im Moment immer noch dabei, alte Funktionen wiederherzustellen, schreibt der Entwickler. Daher solle GrapheneOS im Moment noch als Vorschau gesehen werden, auch wenn das Betriebssystem schon aktiv genutzt werden könne.

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Im Test konnten wir GrapheneOS verwenden wie jedes andere Android auch. Die Google-Freiheit genießen wir, von dem zusätzlichen Speicherschutz bekommen wir nichts mit, aber so soll es ja auch sein. Bedauerlich ist, dass durch den Streit der Copperhead-Gründer die Entwicklung eines abgesicherten Android zurückgeworfen wurde. Etwas Sorge macht uns zudem, wie wenige Entwickler und Maintainer derzeit an GrapheneOS arbeiten - das Projekt gleicht derzeit eher einer One-Man-Show. Auch wenn dies bei Copperhead ähnlich gewesen sein dürfte, ist das kein schöner Zustand - der sich hoffentlich schnell ändert.

Dass es nur wenige kompatible Geräte gibt, ist zwar schade, dass jedoch auf der anderen Seite viele Altgeräte aus einer Sicherheitsperspektive nicht unterstützt werden können, ist wiederum konsequent. Denn ohne die Sicherheitsupdates der Hersteller, insbesondere für Treiber und Kernel, kann derzeit kein sicheres Android-System existieren. Daher werden die meisten frisch eingeführten Android-Geräte aus einer Sicherheitsperspektive spätestens nach drei Jahren zu Müll. Das ist weder nachhaltig noch im Sinne des Verbrauchers. Daran kann allerdings auch GrapheneOS nichts ändern. Es kann die Geräte während ihrer verbleibenden Laufzeit besser absichern und gleichzeitig die Privatsphäre schützen. Das ist bei Android-Geräten aber schon eine ganze Menge.

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 So sieht ein sicheres System aus
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OderUnd 01. Jan 2020

Hatte es das systemweit, also dass auch Drittanbieter-Apps automatisch...

IchBIN 21. Dez 2019

Ah, hier ist schon ein Negativpunkt, von dem ich denke, dass er die Nutzung der modified...

FreiGeistler 18. Dez 2019

Logisch. Spiele sind in der Herstellung vor allem Arbeitssufwändig und deshalb meist...

FreiGeistler 18. Dez 2019

Die rüstet MicroG grösstenteils nach, mit besserer Laufzeit. Der Rest ist eh...

bentol 14. Dez 2019

Vielen Dank für deine Erläuterung!



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