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Grafiktreiber: Nvidia bietet signierte Firmware für freien Treiber an

Nvidia hat die ersten signierten Firmware-Dateien für Linux veröffentlicht. Damit sollen aktuelle Geforce-Chips 3D -Unterstützung nutzen können.
/ Ferdinand Thommes
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Nouveau soll bald auch die GTX 960 unterstützen. (Bild: Flickr)
Nouveau soll bald auch die GTX 960 unterstützen. Bild: Flickr / CC-BY-SA 2.0

Nvidia hat Firmware-Dateien in einer Vorabversion zur Verfügung gestellt, deren Lizenz(öffnet im neuen Fenster) den meisten Linux-Distributionen die Aufnahme in die Standard-Archive ermöglicht. Allerdings bleibt ein Teil der Probleme bestehen: Die neue Firmware erlaubt weiterhin keinen Zugriff auf die Stromsparfunktionen der Power Management Unit (PMU) und limitiert dadurch die 3D-Leistung der Chips.

Im Herbst 2014 war bekanntgeworden , dass Nvidia die Firmware seiner Grafikkarten künftig signieren werde. Ab der Maxwell-Architektur sind bestimmte Funktionen nur noch mit signierter Firmware zugänglich. Das Unternehmen bot damals dem Entwickler von Nouveau, dem freien Treiber für Nvidia-Grafikkarten, eine Lösung an. Die aus Sicherheitsgründen signierte Firmware ist nicht direkt an den proprietären Treiber gekoppelt und kann somit auch unabhängig vertrieben werden.

Eingeschränkter Modus

Der Nouveau-Treiber war seit der Einführung der signierten Firmware auf den Non-Secure-Modus (NS) beschränkt, während die signierte Firmware auch die Ebenen Light Secure (LS) und Heavy Secure (HS) freischalten kann. Nach zwei Jahren ist nun eine angepasste Firmware für Nouveau(öffnet im neuen Fenster) erschienen. Dies gilt vorerst für die GPUs GM200 und GM204, die auf Grafikkarten wie Geforce GTX 970, 980 und Titan X zu finden sind. In Kürze soll GM206 der Maxwell-2-Generation folgen, die auf der Geforce GTX 950 und 960 verbaut sind.

Entwickler Alexandre Courbot ruft in der Ankündigung zum Testen der Firmware im Zusammenspiel mit Mesa und zur Durchsicht und Erweiterung des derzeit vorhandenen Kernelcodes auf. Er will die Firmware, sobald die Rahmenbedingungen passen, in das Paket Linux-firmware einpflegen und hofft, dies bis Kernel 4.6 zu erreichen.


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