Grafiktreiber: AMDs Catalyst 12.6 ist der letzte monatliche Treiber

AMD hat die Betaversion 12.6 seiner Catalyst-Treiber für Grafikkarten und APUs veröffentlicht. Es ist die letzte der monatlich erscheinenden Versionen des Pakets, ab sofort kommen die Updates unregelmäßiger. An Fehlerbereinigungen sollen die Anwender künftig direkter mitarbeiten können.

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Eine Dual-GPU-Karte wie 5970 oder 6990 empfiehlt sich für drei 3D-Monitore.
Eine Dual-GPU-Karte wie 5970 oder 6990 empfiehlt sich für drei 3D-Monitore. (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Es ist im hektischen Grafikgeschäft durchaus als Ende einer Ära anzusehen: AMD will künftig nicht mehr jeden Monat einen neuen Catalyst-Treiber veröffentlichen. Dies gab das Unternehmen in einem Blogbeitrag bekannt. Fast zehn Jahre lang hat AMD diesen Rhythmus mit gelegentlichen kleinen Abweichungen durchgehalten, der erste Catalyst erschien Mitte Juni 2002, als die Radeon 8500 aktuell war. Die Serie Radeon HD erschien erst Mitte 2007.

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Obwohl sich die meisten Anwender an die monatlichen Treiber gewöhnt haben dürften, sieht AMD ein unregelmäßiges Erscheinen als Vorteil an: "Ihr müsst nur dann auf einen neuen Catalyst umsteigen, wenn es Sinn ergibt", schreibt der Chiphersteller. Mit keinem Wort erwähnt AMD, ob es zwischen den großen Releases auch wie bisher Hotfixes geben soll, die schwere Fehler beheben. Das Namensschema bleibt unverändert, ein jeweils aktueller Catalyst ist an "Jahreszahl.Monat" zu erkennen.

Daher heißt auch der neue Treiber Catalyst 12.6, AMD bezeichnet ihn aber noch als Betaversion. Die Ausgabe 12.5 hat das Unternehmen damit übersprungen, der letzte voll getestete Grafiktreiber mit WHQL-Zertifizierung durch Microsoft war Catalyst 12.4. Er bringt Unterstützung für die neuen Trinity-APUs und einige Bugfixes mit. So werden nun die Desktop-APUs A8-5500 und A10-5700 sowie die Notebookbausteine der Serien A10, A8 und A6 von einem vollwertigen Catalyst angetrieben.

Keine Abstürze bei Eyefinity mit drei Grafikkarten mehr

Für Nutzer von Desktop-PCs mit mehreren Grafikkarten wurden einige schwerwiegende Fehler behoben. So stürzte der Rechner laut AMD bisher ab, wenn drei Karten der Serie Radeon HD 7900 oder 7800 im Rechner steckten und beim Start einer DirectX-Anwendung mehrere Monitore im Eyefinity-Verbund genutzt werden sollten. Mit zwei der Karten gab es nach den Erfahrungen von Golem.de bisher damit keine Probleme. Wer einen Monitor oder Fernseher per HDMI angeschlossen hat, wird AMD zufolge von einem weiteren Bug befreit: Wird das Display abgeschaltet, drehen die Treiber nicht mehr automatisch den Ton per HDMI ab.

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Prozentual beziffert AMD die Leistungsverbesserungen mit Spielen diesmal nicht. Es gibt aber neue CAP-Profile unter anderem für Skyrim, Diablo 3 und Black Ops, die sich damit auch mit mehreren Grafikkarten nutzen lassen. Auch eine nochmals neuere Version des CAP hat AMD bereits nachgeschoben, sie enthält ein neues Profil für Max Payne 3. Die Treiber gibt es zum direkten Download in einem Paket sowohl für die 32- als auch für die 64-Bit-Versionen von Windows 7 und Vista, Windows XP und Linux.

Dass AMD die monatlichen Catalysts abschafft, überrascht angesichts der Entwicklung des Unternehmens in den letzten Monaten kaum. Bereits Ende 2011 hatte die Firma eine Entlassungswelle und andere Sparmaßnahmen angekündigt. Davon waren auch die Catalyst-Treiber indirekt betroffen, sie erschienen in der Folge später im jeweiligen Monat.

Die Qualität der Treiber will AMD aber weiter verbessern, und zwar durch direkte Mithilfe der Anwender. Bei Problemen sollen sie über ein neues Fehlerformular gemeldet werden. Dem Blogeintrag zur Umstellung des Treiberrhythmus zufolge will AMD solche Meldungen "sehr ernst nehmen". Jeder gemeldete Fehler soll untersucht und nachgestellt werden, um eine Lösung zu finden. Voraussetzung ist allerdings, dass die Anwender das Formular vollständig ausfüllen, es fragt dabei alle wesentlichen Daten des Systems bis hin zur Bios-Version des Mainboards ab.

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