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Grafiktreiber: 3D-Treiber für Nvidias Tegra als Open Source

Für die 3D-Funktionen von Nvidias Tegra-SoCs gibt es nun einen ersten rudimentären Open-Source-Treiber. Damit ist der Grundstein gelegt, um auch 3D-Grafik unter einem offenen Linux mit den Bausteinen nutzen zu können.
/ Nico Ernst
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Linux-Pinguine können sich bald über Tegra-Treiber freuen. (Bild: Ben Tubby/CC-by-2.0)
Linux-Pinguine können sich bald über Tegra-Treiber freuen. Bild: Ben Tubby/CC-by-2.0

Bei Github hat(öffnet im neuen Fenster) der Programmierer Thierry Reding mehrere Linux-Patches für die Grafiktreiber von Nvidias Tegra-SoCs veröffentlicht. In einer Erklärung dazu(öffnet im neuen Fenster) gibt Reding an, dass damit erstmals ein quelloffener Treiber auch für 3D-Funktionen zur Verfügung steht.

Bei den Patches handelt es sich um auch von Nvidia unterstützten Code, denn Reding arbeitet bei dem deutschen Unternehmen Avionics Design, das bereits im November 2012 erste Tegra-Treiber veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) hat. Das geschah in Zusammenarbeit mit Nvidia, einem Partner von Avionics.

Die nun veröffentlichten 3D-Treiber für die Tegras bieten für Anwender noch keine nutzbaren Funktionen, sondern sind lediglich die Basis für weitere Entwicklungen. Immerhin können die 3D-Funktionen nun auch über den Direct Rendering Manager (DRM) der bisherigen Tegra-Treiber angesprochen werden. Ein voll funktionsfähiger Gallium3D-Treiber – wie es ihn für die Geforce-GPUs von Nvidia auch gibt – soll daraus entwickelt werden. Das Ziel ist eine vollständige Unterstützung von OpenGL ES, was mit den aktuell zur Verfügung stehenden Treibern noch nicht gegeben ist.

Bisher hatte sich Nvidia mit den Grafikfunktionen der Tegras als Open Source stark zurückgehalten, vermutlich, weil die Grafikeinheiten in den ARM-SoCs auch von vielen Nvidia-Konkurrenten sehr schnell weiterentwickelt werden. Zudem ist es für Chiphersteller auch aus rechtlichen Gründen gerade bei Grafiktreibern nur schwer möglich, den Quellcode zu veröffentlichen. Das liegt an den vielen von anderen Firmen lizenzierten Funktionen in den Treibern, wie AMDs damaliger Catalyst-Chef Terry Makedon Golem.de bereits 2007 in einem Interview sagte.


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