Grafikspeicher: Samsungs erste GDDR7-Generation ist fertig

Samsung hat die Fertigstellung der ersten GDDR7-Generation in einer Pressemeldung(öffnet im neuen Fenster) verkündet. Der für Grafikkarten und Rechenbeschleuniger vorgesehene Speicher soll mit 32 GBit/s eine 42 Prozent höhere Durchsatzrate als bisheriger GDDR6X-Speicher erreichen, der bis zu 22,4 Gbit/s schafft.
Dazu wird auf PAM3(öffnet im neuen Fenster) (Pulse Amplitude Modulation) gesetzt, womit sich drei Bits in zwei Taktzyklen übertragen lassen. Bei PAM3 kann ein Bit drei verschiedene Werte haben (-1, 0, 1) und dadurch mehr Zustände in kürzerer Zeit übertragen. Bisher wurde 2-Wege- NRZ(öffnet im neuen Fenster) (Non Return to Zero) verwendet, was im gleichen Zeitraum nur zwei Bits übertragen kann.
Auf einer Grafikkarte mit 384-Bit-Speicherinterface sind mit GDDR6X aktuell knapp über ein TByte/s an Speicherdurchsatzrate möglich. Mit 32 Gbit/s GDDR7 ergeben sich (384x32) / 8 = 1.536 GByte/s theoretisch mögliche Durchsatzrate. Erste Grafikkarten, die von dieser Geschwindigkeit Gebrauch machen, dürften aber frühstens im nächsten Jahr erscheinen.
Effizient heißt nicht automatisch auch sparsam und kühl
Die Effizienz soll 20 Prozent besser sein als bei GDDR6. Allerdings heißt das nicht, dass GDDR7 auch geringeren Energiebedarf haben wird, sondern dass mehr Bits pro Menge an Energie übertragen werden. Dies wird von Herstellern in Bits pro Joule angegeben. PAM3-Signale sind aufwendig zu generieren und zu interpretieren, was in höherer Leistungsaufnahme als bei NRZ resultiert. Samsung hat daher Änderungen vorgenommen, um die Wärmeabfuhr zu verbessern.
Um die Speicherchips besser kühlen zu können, hat Samsung die Materialien im EMC (Epoxy Molding Compound) angepasst, was einen 70 Prozent geringeren Wärmewiderstand haben soll. Allein die explizite Erwähnung sollte ein Hinweis darauf sein, dass GDDR7 weiterhin gute Kühlung benötigen wird.



