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Grafikspeicher: Samsung präsentiert GDDR7 mit 36 GBit/s

Der neue Videospeicher für Grafikkarten soll 25 Prozent effizienter sein und die Datenrate gegenüber GDDR6 verdoppeln.
/ Martin Böckmann
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Samsung präsentiert die aktuell in der Entwicklung befindlichen Technologien. (Bild: Samsung)
Samsung präsentiert die aktuell in der Entwicklung befindlichen Technologien. Bild: Samsung

Bei Samsungs kommendem GDDR7-Grafikspeicher wird erstmals PAM3-Signalkodierung eingesetzt. Damit können drei Bits pro Taktzyklus übertragen werden, wie Samsung bei einer Präsentation mitteilte. Das soll für deutlich höhere Geschwindigkeiten von bis zu 36 GBit/s sorgen. Beim Vorgängerstandard GDDR6 wurde NRZ (Non-Return To Zero) eingesetzt, womit nur ein Bit pro Zyklus übertragen wird.

Nvidia verwendet aktuell GDDR6X-Speicher mit PAM4-Encoding , den der Hersteller zusammen mit Micron entwickelt hat. Dabei werden zwei Bits pro Taktzyklus übertragen, bis zu 24 GBit/s können mit diesem Standard laut Micron erreicht werden. Dies wird mittlerweile auch von GDDR6 erreicht , wobei aktuelle High-End-Grafikkarten wie die kommende Radeon RX 7900 XTX mit 20-GBit/s-GDDR6-Chips bestückt sind.

GDDR7 bedeutet grob eine Verdoppelung der Übertragungsgeschwindigkeit gegenüber GDDR6, das wiederum in etwa doppelt so schnell ist wie GDDR5. An einem 256-Bit-Bus würden 36 GBit/s GDDR7 rechnerisch 1.152 GByte/s Datenübertragungsrate ermöglichen, was bereits schneller wäre als bei einer Nvidia Geforce RTX 4090 mit 21 GBit/s GDDR6X an einem 384-Bit-Bus (1.008 GByte/s).

Zwei Terabyte pro Sekunde werden greifbar

Mit GDDR7 an einem 384-Bit-Bus sind bereits 1.728 GByte/s möglich, während Mainstream-Grafikkarten mit einem 128-Bit-Interface immerhin noch auf 576 GByte/s kommen werden. Dazu werden sich Kompressionstechniken der GPU-Hersteller weiterentwickeln, so dass die tatsächliche Übertragungsgeschwindigkeit ohnehin vom theoretischen Wert abweicht.

Wann GDDR7 auf ersten Grafikkarten verbaut werden wird, ist aktuell noch nicht bekannt. Ob an den Gerüchten etwas dran ist, dass Nvidias aktuelle Ada-Generation bereits GDDR7 unterstützt(öffnet im neuen Fenster) und in einem kommenden Modell davon profitieren könnte, lässt sich nicht bestätigen. Die auf Ada folgende Generation wird jedoch sicherlich auf GDDR7 setzen.


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