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Grafikkartenbox: Apples eGPU-Dev-Kit kostet 900 Euro

Da mit dem kommenden MacOS High Sierra eine eGPU- und eine VR-Unterstützung gegeben ist, bietet Apple auch ein sogenanntes External Graphics Development Kit an. Darin steckt eine Radeon RX 580, angeschlossen wird es per Thunderbolt 3.
/ Marc Sauter
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External Graphics Development Kit mit Macbook Pro (Bild: Apple)
External Graphics Development Kit mit Macbook Pro Bild: Apple

Apple hat auf der Entwicklerkonferenz WWDC ein externes Grafikkartengehäuse vorgestellt. Die als External Graphics Development Kit(öffnet im neuen Fenster) bezeichnete eGPU-Box eignet sich für alle Macbooks, die eine Thunderbolt-3-Schnittstelle aufweisen. Entwickler haben so mehr Leistung zur Verfügung, um 3D-Apps oder VR-Anwendungen zu erstellen. Das kommende MacOS High Sierra liefert die passende Softwareunterstützung, denn bisher waren externe Grafikkarten nur mit ein paar kleineren Umwegen zum Laufen zu bekommen.

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Das External Graphics Development Kit kostet 600 US-Dollar, wenngleich mit Steuern und Versand daraus fast 900 Euro werden. Es besteht aus Sonnets eGFX Breakaway Box(öffnet im neuen Fenster) in der Variante mit einem 350-Watt-Netzteil und zusätzlich einer Radeon RX 580 mit 8 GByte Videospeicher. Apple legt zudem einen Hub von Belkin bei, der vier USB-3.0-Type-A-Ports aufweist. Hintergrund: Die Sonnet-eGPU-Box weist keine Anschlüsse abseits der Thunderbolt-3-Schnittstelle für die Verbindung zum Host-System auf.

Gedacht ist die eGPU-Box zur Beschleunigung von OpenCL-, OpenGL- und Metal-Berechnungen. Dazu gehört ab MacOS High Sierra auch die Virtual Reality in Form von SteamVR. Valve hat kürzlich einen entsprechenden Betasupport(öffnet im neuen Fenster) angekündigt, was auch die Unterstützung der Unity- und Unreal-Engine umfasst. Das External Graphics Development Kit kann laut Apple ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) derzeit das interne Display eines Macbooks nicht spiegeln, sonder einzig auf einen dedizierten Bildschirm erweitern. Auch HDMI-Audio und der Macbook-Schlafmodus werden bisher noch nicht unterstützt.

Das Grafikkartengehäuse eignet sich für HTCs Vive und funktioniert prinzipiell per Adapter auch mit Mac-Systemen, die Thunderbolt 2 nutzen. Apple supportet eine solche Konfiguration allerdings nicht. Angeschlossene Macbook Pro lädt die eGPU-Box mit 60 Watt, weshalb leistungsstärkere 15-Zol-Modelle (die 87 Watt benötigen) langsamer mit Energie versorgt werden.


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