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Grafikkarten: Nvidia-Karten könnten massiv teurer werden

Wer eine Nvidia- Grafikkarte kaufen möchte, könnte laut Insidern bald deutlich mehr dafür zahlen. Angeblich fallen Subventionen von Nvidia weg.
/ Andreas Donath
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Nvidia Geforce RTX 5080 (Bild: Nvidia)
Nvidia Geforce RTX 5080 Bild: Nvidia

Nvidia-Grafikkarten könnten in den kommenden Monaten deutlich teurer werden. Der Grund: Ein internes Rabattprogramm des Chipherstellers ist offenbar eingestellt worden. Dieses ermöglichte den Kartenherstellern bisher, die empfohlenen Verkaufspreise einzuhalten. Youtuber Roman (öffnet im neuen Fenster) berichtet aus Branchenquellen, dass ohne dieses "OPP" genannte Subventionsprogramm für Grafikkartenhersteller massive Preiserhöhungen drohen.

Für Käufer bedeutet das: Die aktuellen Preise könnten bald Schnäppchen sein. Die RTX 5080 wird derzeit für rund 1.250 Euro angeboten – im Herbst 2025 war sie zeitweise noch günstiger zu haben. Hartungs Quellen sprechen von drohenden Preissteigerungen zwischen 40 und 50 Prozent gegenüber den Preisständen Mitte letzten Jahres. Das würde die Preise für die Karte auf bis zu 1.500 Euro katapultieren.

Was läuft hier eigentlich?

Die Herstellungskosten für Grafikkarten liegen dem Bericht nach offenbar über den von Nvidia empfohlenen Verkaufspreisen. GPU-Chips und Grafikspeicher von Nvidia sind so teuer, dass Hersteller wie Asus, Gigabyte oder MSI Verluste machen würden, wenn sie sich an die unverbindliche Preisempfehlung von Nvidia halten.

Bisher half angeblich der Rabattmechanismus von Nvidia. Die genauen Details bleiben unklar, aber das Prinzip ist klar: Nvidia subventionierte indirekt die Einhaltung der eigenen Preisempfehlungen. Ohne diese Stütze müssen die Hersteller die vollen Kosten an die Kunden weitergeben. Und diese Stütze soll nun offenbar ersatzlos gestrichen worden sein.

Jetzt kaufen oder warten?

Die Frage aller Fragen für PC-Gamer und andere Kaufinteressenten: Sollte man jetzt noch zuschlagen oder abwarten? Die Antwort hängt vom individuellen Bedarf ab.

Wer dringend eine neue Grafikkarte braucht, sollte die aktuellen Preise als Obergrenze betrachten und bei guten Angeboten zugreifen. Die RTX 5080 für 1.250 Euro könnte in wenigen Monaten als Schnäppchen gelten. Auch die RTX 5070 könnte betroffen sein.

Wer Zeit hat, könnte darauf spekulieren, dass es sich nur um eine Fehlinformation handelt und es gar keine Herstellersubvention gab oder Nvidia klammheimlich ein neues Unterstützungsprogramm auflegen könnte, um die Preise niedrig zu halten.

Für viele Käufer wird aktuelle Gaming-Hardware langsam nicht mehr bezahlbar. Cloud-Gaming-Dienste könnten davon profitieren, ebenso Konsolenhersteller, die bei deutlich niedrigeren Preisen ansetzen.


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