Abo
  • Services:
Anzeige
Mit älteren Grafikkarten wie diesen Radeon HD 6870 und 6850 ist man unter Linux oft besser beraten.
Mit älteren Grafikkarten wie diesen Radeon HD 6870 und 6850 ist man unter Linux oft besser beraten. (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Grafikkarten Proprietäre Grafiktreiber für Linux oft mehrfach schneller

Ein Test von Phoronix zeigt: Zwar laufen die untersuchten Linux-Spiele mit Open-Source-Treibern für Grafikkarten von AMD und Nvidia auch mit hohen Detaileinstellungen. Die proprietären Treiber sind aber bis zu zwölfmal so schnell.

Anzeige

In einem ausführlichen Test mit Spielen wie Nexuiz, World of Padman und Reaction Quake 3 hat Phoronix die aktuellen Grafiktreiber für Desktop-Grafikkarten unter Linux verglichen. Zum Einsatz kamen dabei sowohl die offenen Treiber Gallium 3D aus Mesa 3D des Mesa-Projekts als auch die proprietären Treiber der Chiphersteller.

Dabei zeigte sich vor allem, dass bei den modernsten GPUs die geschlossenen Treiber mehrfach schneller als die offenen sind. Bei Grafikkarten der Serien Radeon HD 7000 und Geforce GTX 600 waren die Closed-Source-Treiber bis zu zwölfmal so schnell. Ältere GPUs wie die der Radeon HD 6870 werden von den Mesa-Treibern besser unterstützt, bei Nexuiz sind es beispielsweise nur noch 127 zu 153 Bilder pro Sekunde.

Die Unterschiede bei den neueren Grafikkarten wirken zwar dramatisch, resultieren aber nicht immer in unspielbaren Bildraten. Wer aber eine halbwegs aktuelle Karte mit innerhalb der GPU-Serie geringer Leistung besitzt, sollte eher zum proprietären Treiber greifen, wenn Spielen im Vordergrund steht. So ergeben sich beim schnellen Shooter Reaction Quake 3 mit der Geforce GTX 550 Ti nur 38 fps unter Mesa 3D, mit dem Nvidia-Treiber sind es 285 fps.

Untersucht wurde auch der offene Treiber für Intels HD Graphics 4600; einen proprietären Treiber für die GPU in Intels neuen Haswell-CPUs gibt es noch nicht. Vielmehr fördert der Chiphersteller die Open-Source-Szene schon länger recht intensiv. Wie auch in anderen Tests unter Windows zeigte sich, dass HD Graphics inzwischen auch kleinere Grafikkarten wie die von Phoronix getestete Radeon HD 6450 überholen kann. Zwar ist die integrierte GPU durchweg viel langsamer als größere Grafikkarten, aber bei Quake ist sie mit 62 Bildern pro Sekunde noch schnell genug.

Die anderen GPU-Hersteller tun sich traditionell schwer damit, den Linux-Entwicklern die nötigen Informationen zur Entwicklung besserer offener Treiber zukommen zu lassen. Den wesentlichen Grund brachte AMDs damaliger Treiber-Chef Terry Makedon im Interview mit Golem.de vor sechs Jahren schon auf den Punkt: In der Software steckt viel geistiges Eigentum von Drittfirmen, das die Chiphersteller ohne rechtliche Verwicklungen nicht offenlegen können. Wer die Release Notes und Readmes von aktuellen Grafiktreibern aufmerksam liest, wird feststellen, dass sich daran noch nichts geändert hat.


eye home zur Startseite
Lala Satalin... 13. Jul 2013

Es gibt keine treiberlose Hardware...

Atalanttore 12. Jul 2013

Aber wer will schon bei Null anfangen ;)

nille02 11. Jul 2013

Falls Valve ein Produkt mit dem Namen Steambox bringt, wird Valve wohl nicht der einzige...

Kasoki 10. Jul 2013

Du siehst das leider von einem ganz falschen Standpunkt. NVIDIA ist nicht zu "schlecht...

Kampfmelone 10. Jul 2013

Gibts für Linux ne zertifizierte Blueray Software? glaube nicht



Anzeige

Stellenmarkt
  1. OPITZ CONSULTING Deutschland GmbH, verschiedene Standorte
  2. über Hanseatisches Personalkontor Bremen, Bremen
  3. ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, Fürstenfeldbruck
  4. BG-Phoenics GmbH, München


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 17,99€
  2. 3,99€
  3. (u. a. Far Cry Primal Digital Apex Edition 22,99€, Total War: WARHAMMER 16,99€ und Total War...

Folgen Sie uns
       


  1. Fahrdienst

    London stoppt Uber, Protest wächst

  2. Facebook

    Mark Zuckerberg lenkt im Streit mit Investoren ein

  3. Merged-Reality-Headset

    Intel stellt Project Alloy ein

  4. Teardown

    Glasrückseite des iPhone 8 kann zum Problem werden

  5. E-Mail

    Adobe veröffentlicht versehentlich privaten PGP-Key im Blog

  6. Die Woche im Video

    Schwachstellen, wohin man schaut

  7. UAV

    Matternet startet Drohnenlieferdienst in der Schweiz

  8. Joint Venture

    Microsoft und Facebook verlegen Seekabel mit 160 Terabit/s

  9. Remote Forensics

    BKA kann eigenen Staatstrojaner nicht einsetzen

  10. Datenbank

    Börsengang von MongoDB soll 100 Millionen US-Dollar bringen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Energieversorgung: Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten
Energieversorgung
Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten
  1. Optimierungsprogramm Ccleaner-Malware sollte wohl Techkonzerne ausspionieren
  2. Messenger Wire-Server steht komplett unter Open-Source-Lizenz
  3. Apache Struts Monate alte Sicherheitslücke führte zu Equifax-Hack

Anki Cozmo im Test: Katze gegen Roboter
Anki Cozmo im Test
Katze gegen Roboter
  1. Die Woche im Video Apple, Autos und ein grinsender Affe
  2. Anki Cozmo ausprobiert Niedlicher Programmieren lernen und spielen

Edge Computing: Randerscheinung mit zentraler Bedeutung
Edge Computing
Randerscheinung mit zentraler Bedeutung
  1. Software AG Cumulocity IoT bringt das Internet der Dinge für Einsteiger
  2. DDoS 30.000 Telnet-Zugänge für IoT-Geräte veröffentlicht
  3. Deutsche Telekom Narrowband-IoT-Servicepakete ab 200 Euro

  1. Naiv

    Pldoom | 05:17

  2. Bitte löschen.

    Pldoom | 05:16

  3. Re: Aber PGP ist schuld ...

    Pete Sabacker | 03:31

  4. Re: Wie sicher sind solche Qi-Spulen vor Attacken?

    Maatze | 02:48

  5. Re: "dem sei ohnehin nicht mehr zu helfen"

    LinuxMcBook | 02:45


  1. 15:37

  2. 15:08

  3. 14:28

  4. 13:28

  5. 11:03

  6. 09:03

  7. 17:43

  8. 17:25


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel