Grafikkarten: Nvidia will offenbar Geforce-Angebot deutlich kürzen

Mehrere Branchenberichte deuten darauf hin, dass Nvidia das Angebot an Geforce-Grafikkarten Anfang 2026 spürbar zurückfahren will. Nach Angaben aus asiatischen Zulieferer- und Marktquellen sollen die Liefermengen der RTX-50-Serie im ersten Halbjahr 2026 um rund 30 bis 40 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen. Nvidia selbst äußerte sich dazu bislang nicht.
Die ursprünglichen Hinweise stammen aus dem chinesischen Marktumfeld, wurden inzwischen aber von internationalen Technikseiten wie OC 3D(öffnet im neuen Fenster) aufgegriffen.
Demnach könnten vor allem Modelle aus dem mittleren Leistungssegment betroffen sein, darunter Varianten der RTX 5060 Ti und RTX 5070 Ti, insbesondere mit größerer Speicherausstattung.
Als möglicher Grund werden anhaltende Engpässe bei Speicherbausteinen genannt – nicht nur bei GDDR7, sondern bei allen Arten von Speicher, die für Grafikkarten und andere Produkte benötigt werden.
Grafikkarten sind nicht mehr so wichtig für Nvidia
Die Meldungen verweisen zudem darauf, dass Nvidia verfügbare Ressourcen bevorzugt in margenstärkere Produkte lenken könnte. Das wäre auch deshalb plausibel, weil Gaming als Umsatztreiber im Konzern zuletzt deutlich weniger Gewicht hatte.
Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025 (Ende Oktober 2025) meldete Nvidia 57,0 Milliarden US-Dollar Gesamtumsatz, davon 4,3 Milliarden US-Dollar im Gaming-Segment – also rund acht Prozent.
Für den Gaming-Hardwaremarkt wären die Auswirkungen vermutlich trotzdem spürbar. Schon seit dem Start der RTX-50-Generation ist die Verfügbarkeit vieler Modelle wechselhaft.
Straßenpreise liegen je nach Karte und Händler teils über den Preisempfehlungen. Sollte Nvidia die Liefermengen tatsächlich weiter reduzieren, könnte sich die Lage vor allem bei stärker ausgestatteten Varianten weiter verschärfen.